An der SP-Parteiversammlung im Oktober liess sich Roberto Zanetti noch nicht in die Karten blicken. Nun lässt er die Katze aus dem Sack: Er will noch einmal antreten. Sein Entschied, sich bei seiner Heimatsektion SP Gerlafingen um eine erneute Nomination als Kandidat für die Ständeratswahlen 2019 zu bewerben, sei «nach langer und reiflicher Überlegung und vielen Gesprächen» gefallen, schreibt Roberto Zanetti auf Facebook. 

«Ich habe immer noch viel Lust auf Politik und bin nach wie vor von der Mitarbeit im Ständerat fasziniert und begeistert.» Die «durchaus harte, aber immer respektvolle und konstruktive politische Auseinandersetzung in den Kommissionen und im Rat» motiviere und erfülle ihn immer noch. Der Gerlafinger ist seit 2010 Ständerat. Ihm gefällt die Arbeit, bei der neben «aller Ernsthaftigkeit auch Freude und Humor ihren Platz haben. Da möchte ich sehr gerne weiter mitarbeiten können», so Zanetti.

Er habe immer noch viel Spass an der Politik, erzählt er auch im Videointerview:

Roberto Zanetti gibt an seinem Geburtstag seine Kandidatur für den Ständerat bekannt: «Ich fand den 14.12 noch ein lustiges Datum»

Roberto Zanetti: «Ohne Lust auf Politik wäre ich sicher nicht noch einmal angetreten»

Mitentschieden hat für den Politiker auch die momentane Stärke der SP. «In der laufenden Legislatur ist die SP mit zwölf Mitgliedern so stark wie nie in der Geschichte des Bundesstaates im Ständerat vertreten», erklärt Roberto Zanetti. Der Ständerat habe somit «soziale und ökologische Kahlschläge des Nationalrates» verhindern oder zumindest korrigieren könnten.

Er sieht es als entscheidend für die Zukunft der Schweiz an, dass die SP «auch weiterhin kraftvoll im Ständerat mittun kann». Weil mindestens die Hälfte der aktuellen SP-Vertretung im Ständerat auf eine erneute Kandidatur verzichtet und jede Vakanz das Risiko eines Mandatsverlustes erhöhe, möchte Zanetti mithelfen, «die starke Vertretung der SP im Ständerat zu verteidigen».

Seinen Entscheid macht er just an seinem 64. Geburtstag publik. Kein Zeichen von Ermüdung: «Ohne einem lächerlichen Jugendwahn zu erliegen, fühle ich mich in jeder Beziehung fit für eine erneute Kandidatur», stellt er klar. Was ihn zusätzlich motiviert: Er sei von vielen zu einer erneuten Kandidatur ermuntert worden.

Der nächste Schritt für Zanetti: Im Januar 2019 findet die Nomination durch die Sektion Gerlafingen statt  – eine reine Formsache. Am 27. März nominiert in Olten die Kantonalpartei alle Kandidierenden für die National- und Ständeratswahlen.

CVP-Ständerat Pirmin Bischof hat schon bekannt gegeben, dass er 2019 erneut antreten wird.

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«Sicherer Wert für soziale Anliegen»

Die Kantonspartei nimmt Zanettis Bewerbung um eine Nomination «mit Freude zur Kenntnis», wie sie in einer Mitteilung schreibt. «Wir freuen uns sehr, dass sich Roberto Zanetti erneut einer Nomination stellt. Er war während den vergangenen 8 Jahren ein sicherer Wert für soziale Anliegen, hat ein Gespür für das Machbare und ist ein hervorragender Kantonsvertreter», wird Parteipräsidentin Franziska Roth zitiert. «Ganz wichtig ist für die Partei, dass Roberto immer bodenständig blieb und sich immer den Anliegen der einfachen Bevölkerung verpflichtet fühlte.» (ldu)

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