Persönlich
Gehen am Stock

Auch das gibts: Da ist man auf eine Gehhilfe angewiesen, und dann geht ausgerechnet von den Krücken neue Sturzgefahr aus. Eine Rückrufaktion, die Fragen offen lässt.

Urs Moser
Urs Moser
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Beim Gehen an (manchen) Krücken ist Gefahr in Verzug.

Beim Gehen an (manchen) Krücken ist Gefahr in Verzug.

Linda Müntener

Behördlichen Verlautbarungen fehlt es mitunter nicht an Ironie des Schicksals. Obwohl es ja eine ernste Sache ist, konnte ich mir zum Beispiel einen Lacher über eine Meldung des eidgenössischen Büros für Konsumentenfragen nicht ganz verkneifen: Von Krücken geht Sturzgefahr aus. Ausgerechnet von Krücken, die braucht man ja meistens gerade, um mit den Folgen eines Sturzes fertig zu werden.

Aber eben, die Sache ist ernst. In Zusammenarbeit mit dem Heilmittelinstitut Swissmedic ruft der französische Hersteller Herdegen tatsächlich Krücken wegen Sturzgefahr vom Markt zurück. Es handelt sich um gewisse Chargen der Modelle «Evolution» und «Advance». Sie könnten brechen, womit eben für Handicapierte neuerliche Sturzgefahr besteht.

Nun soll man nicht Panik machen, aber die Gefahr ist gerade zur Skiferienzeit schon sehr real. Beim Modell «Evolution» handelt es sich laut Hersteller nämlich um die weltweit meistverkaufte Unterarmgehstütze, so der Fachbegriff. Es dürften also auch in unserer Gegend eine ganze Menge Leute damit unterwegs sein.

Natürlich werden die Krücken anstands- und kostenlos ausgetauscht. Ihre Benutzer sind aufgerufen, sie zum Verkaufsort zurückzubringen. Schön und gut, ich frage mich nur: Wie kommen die jetzt da hin?