Ob bei kleineren Verschmutzungen von Gewässern durch Öl oder Chemikalien oder beim Austritt von giftigen Gasen in einer Fabrik: Seit 1968 rückt der Schadendienst im Kanton aus. Was als einfache Ölwehr begann, ist heute eine moderne Organisation mit verschiedenen Spezialwehren (siehe Box).

Von Bränden über atomare und biologische bis hin zu chemischen Gefahren ist der heutige Schadendienst für alle Fälle gerüstet. Seit 50 Jahren im Dienst. Das kann man auch mal feiern. So geschehen am Freitag im Feuerwehrausbildungszentrum in Balsthal. Baudirektor Roland Fürst würdigte das Engagement der Einsatzkräfte. Er bedankte sich dafür, dass Schäden von Mensch, Tier und Umwelt abgehalten werden.

50 Jahre Schadendienst Solothurn

50 Jahre Schadendienst Solothurn

Der Schadendienst kann auf die Expertise und das Fachwissen von langjährigen Mitarbeitern zählen. Stefan Gyr, der Leiter, angestellt beim Amt für Umwelt, ist seit über 20 Jahren dabei. René Fröhlicher, Chemiewehrexperte der Solothurner Gebäudeversicherung, und Hans-Peter Beutler, Leiter Abteilung Stoffe beim Amt für Umwelt – diesem ist der Schadendienst angegliedert –, sind beide seit 30 Jahren dabei. Da kommt einiges an Erfahrung zusammen.

Erfahrung, die man weitergibt: Fröhlicher bot gleich selber Einblick in die Ausbildungstätigkeiten: Neben einem Tank mit unbekannter Flüssigkeit liegt eine bewusstlose Person. Der Bereich wird abgesperrt, die Person mit Schutzanzügen und Sauerstoffversorgung geborgen. Danach wird die Substanz mittels verschiedener Tests vor Ort ermittelt. Im Falle eines Falles wäre der Schadendienst zur Stelle.