Der Kanton Solothurn muss einen neuen Chef für die Kriminalabteilung der Kantonspolizei suchen. Major Urs Bartenschlager, der bisherige Chef, verlässt die Kantonspolizei auf Mitte 2018 hin nach über elf Jahren.

Bartenschlager macht einen Karriereschritt vorwärts: Er wird künftig bei der eidgenössischen Zollverwaltung arbeiten und dort als Vizedirektor die neu geschaffene Hauptabteilung Zollfahndung leiten, wie die Kantonspolizei Solothurn auf Anfrage mitteilt.

Aufsehenerregende Fälle

Der 48-jährige Jurist und gelernte Zimmermann hat seinen Posten bei der Kantonspolizei Solothurn Anfang 2007 angetreten – als Nachfolger von Thomas Zuber, der damals zum Kommandanten der Kantonspolizei befördert wurde.

In Bartenschlagers Amtszeit fielen aufsehenerregende Fälle mit nationaler Ausstrahlung wie 2009 der als Schenkkreismord bekannte Dreifachmord in Grenchen. Ebenso stand 2016 die Entführung eines zwölfjährigen Knaben aus Gunzgen im Fokus, der Tage später bei seinem Peiniger, einem Sexualstraftäter, in Deutschland gefunden werden konnte.

Chef über 125 Angestellte

Die Kantonspolizei sucht Bartenschlagers Nachfolger auf den 1. Juli 2018 hin, wie dem am Freitag publizierten Stelleninserat zu entnehmen ist.

Er oder sie wird dann die 125 Mitarbeitenden der Kriminalabteilung führen. «Sie koordinieren die Ermittlungen bei schweren Straftaten und entwickeln Kriminalstrategien als Antwort auf die jeweilige Sicherheitslage», heisst es im Inserat. «Dabei arbeiten Sie eng mit der Staatsanwaltschaft und den Kriminalpolizeien der anderen Kantone, insbesondere aus der Nordwestschweiz, zusammen.»

Gesucht wird eine Person mit einem Uniabschluss in Rechtswissenschaften, die zudem Sozialkompetenz, kommunikative Fähigkeiten, und Führungserfahrung «vorzugsweise im Strafverfolgungsbereich» mitbringt.