«Eine Niederlage mit historischer Dimension» titelte die NZZ im April 2017, als die FDP einen ihrer beiden Sitze in der Regierung an die Linke verlor. Gut eineinhalb Jahre später steht für die damals gescheiterte freisinnige Regierungsratskandidatin Marianne Meister (Messen) fest: Sie zieht sich aus der Kantonspolitik zurück. Auf Anfrage bestätigt sie, dass sie Ende März – in der Mitte der Legislatur – aus dem Kantonsrat zurücktrete. «Es war für mich immer klar, dass nach zehn Jahren im Parlament Schluss für mich ist», sagt sie. So habe sie es auch in der Gemeinde gehalten, wo sie ebenfalls zehn Jahre das Präsidium führte. «Ich will Platz für neue Kräfte machen», begründet sie ihren Rückzug.

Was ist mit dem Gewerbe?

Spannend in diesem Zusammenhang: Wird Marianne Meister auch das Präsidium des Kantonal-Solothurnischen Gewerbeverbands (kgv) in absehbarer Zukunft niederlegen? Darauf gibt es zum heutigen Zeitpunkt noch keine abschliessende Antwort: «Ich stehe Mitte Januar für weitere Informationen zur Verfügung», sagt Meister. Mit anderen Worten: «Ich habe noch nicht definitiv entschieden, was ich mit dem kgv-Präsidium machen werde.»

In der Tat ist es aber so, dass die Amtszeit Mitte nächsten Jahres auslaufen wird und der Gewerbekongress den Vorstand für zwei Jahre zu wählen haben wird. Sie werde das Thema in der Januar-Sitzung des Zentralvorstands traktandieren und mit dem Gremium besprechen», führt Meister dieser Zeitung gegenüber aus. Es stünden «vermutlich verschiedene Wechsel» an – «wir werden die beste Lösung für die künftige Zusammensetzung finden», sagt sie. (bbr)