Diese Zeiten sollen definitiv der Vergangenheit angehören: Von 1995 bis 2010 war die Zahl der Bienenvölker infolge des Befalls durch die Varroamilben sehr stark rückläufig, im Kanton Solothurn um fast 50 Prozent. Auch die Zahl der Imker sank.

Wegen dem Varroa- und Milbenbefall ist die Pflege der Bienenvölker viel zeitaufwendiger und vor allem anspruchsvoller geworden», sagt Josef Brägger, Kreisbieneninspektor Lebern. Um diese höheren Anforderungen in der Aus- und Weiterbildung zu schliessen, hat der Kanton Solothurn in Zusammenarbeit mit den Kantonen Basel-Land und Basel-Stadt eine Fachstelle für Bienen geschaffen. «Die Bemühungen tragen Früchte, der Imker- und Völkerbestand erholt sich langsam», so Brägger.

In den letzten 10 Jahren habe in breiten Bevölkerungskreisen ein stark steigendes Interesse an der Imkerausbildung festgestellt werden können, auch weil die Bienen eine grosse Bedeutung für die Biodiversität und den landwirtschaftlichen Pflanzenbau haben.

Nun steht am Wallierhof auch ein moderner Lehrbienenstand zur Verfügung, dank dem die nötige Fachkompetenz direkt vor Ort optimal vermittelt werden kann. So stehen verschiedene Bienenkastensysteme für die praktische Ausbildung zur Verfügung. (szr)