12 Meter sprang der heute 41-Jährige mit seiner Tochter in die Tiefe: Ein Inder hat sich im April 2018 – nach einem Streit mit seiner Frau – gemeinsam mit seinem 8-jährigen Kind aus dem Fenster eines Grenchner Mehrfamilienhauses im Lingeriz-Quartier gestürzt.

Am Donnerstag musste sich der Mann, der seit der Tat querschnittsgelähmt ist, vor dem Amtsgericht Solothurn-Lebern verantworten. Angeklagt war er wegen versuchter vorsätzlicher Tötung. Seine Tochter leidet ebenfalls an gesundheitlichen Problemen, wie der Regionalsender TeleM1 berichtet. Das Gericht befand den 41-Jährigen für schuldunfähig –  offenbar leidet er an psychischen Problemen: Aufgrund von massiver Arbeitsüberlastung hatte er zum Zeitpunkt der Tat schwere Depressionen. Warum er seine Tochter auch aus dem Fenster gerissen hat, konnte sich der Angeklagte nicht erklären. Er sei damals nicht sich selbst gewesen.

So verurteilte das Gericht den Inder im abgekürzten Verfahren zu einer ambulanten Massnahme. Der Mann muss nun eine Psychotherapie machen, um seine Probleme in den Griff zu kriegen. Die Familie lebt weiterhin zusammen. (szr)