Gempen

Millionen für ein neues Begegnungszentrum: Sonnhalde plant Neubau für Kindergarten und Sonderschule

Fünfeckig und zweckmässig: Das Siegerprojekt vom Architekten Christoph Standke. (Visualisierung)

Fünfeckig und zweckmässig: Das Siegerprojekt vom Architekten Christoph Standke. (Visualisierung)

Die Sonnhalde in Gempen plant für den Kindergarten und die Tagessonderschule einen Neubau.

Die Sonnhalde, eine öffentliche Einrichtung in privater Trägerschaft für Menschen mit Wahrnehmungs-, Verarbeitungs- und Verhaltensauffälligkeiten, hat grosse Pläne. «Die private Trägerschaft steht vor neuen Herausforderungen», sagte Josef Reichmann, Mitglied der Sonnhalde-Geschäftsleitung, an einem Infoanlass. «Mit der Geschichte der Einrichtung sind die Gebäulichkeiten in die Jahre gekommen.»
Die Trägerschaft hat sich hohe Ziele gesteckt: Sie will Bauten realisieren, für deren Finanzierung mehrere Millionen Franken auf privater Basis gestemmt werden müssen. «Für diese umfangreiche Spendenaktion wird im Frühjahr ein Patronatskomitee mit Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft in Aktion treten und sich auch an die breite Öffentlichkeit wenden», stellte Reichmann in Aussicht. Parallel dazu wird die Sonnhalde in Zusammenarbeit mit der Gemeinde und dem Kanton den Gestaltungsplan definieren und diesen später öffentlich auflegen.

Darin wird man die Antworten geben auf die hängigen Fragen zur Parkplatzbewirtschaftung und Erschliessung. «Geprüft werden mehrere Optionen. Langfristig ist nur in Kooperation und durch die Unterstützung von der Gemeinde eine nachhaltige Lösung möglich», gab Reichmann zu bedenken.
Zum einen will die Sonnhalde ihre zum Schulraum umfunktionierte Militärbaracke ersetzen durch einen kompletten Neubau für den Kindergarten und für die Tagessonderschule. Zum anderen plant sie als neuen Verpflegungsort in der Mitte ihres Areals die Realisierung eines Begegnungszentrums mit überdachtem Aussenbereich. Entstehen soll eine Oase, die zu jeder Jahreszeit auch auswärtige Gäste zum Verweilen einlädt.

Zur Optimierung von Nutzen und Bauweise hatte die Sonnhalde vier Architekturbüros eingeladen, Vorschläge einzureichen. Die Jury, in der auch die Gemeinde Einsitz hatte, gab dem Projekt von Christoph Standke aus Basel den Zuschlag. Wie der Architekt am Infoabend ausführte, setzt er auf ein Bauverfahren mit vorgefertigten Wänden, die vor Ort nur noch zusammengesetzt werden müssen. So werde das Gebäude in wenigen Wochen vollendet sein. Er habe ästhetisch hohe Ansprüche an seine Vorschläge gestellt, bei der Ausführung aber die Prioritäten beim Einfachen gesetzt, erläuterte Standke.
«Der Zeitplan sieht vor, dass die Meilensteine der Planung im Jubiläumsjahr gesetzt und die Bauten im Sommer 2023 realisiert und eingeweiht werden – zum Beispiel mit einem grossen Fest zur Erntedankzeit», so Reichmann.

In 50 Jahren zum Dorf im Dorf gewachsen

Die Einrichtung Sonnhalde Gempen feiert im nächsten Jahr ihr 50-Jahr-Jubiläum. Seit der Eröffnung des Lebensmittelpunktes für Menschen mit Unterstützungsbedarf im Jahre 1971 hat sich viel verändert. Die Institution ist gewachsen zu einem Dorf innerhalb des Dorfs Gempen, ist in der ganzen Region vernetzt und weitherum bekannt durch die Palette selbst hergestellter Produkte aus der Bäckerei, Gärtnerei und Werkstatt. Die Sonnhalde ist im Dorneckberg mit über 100 Stellen der grösste Arbeitgeber.

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