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«Geöffnet!»: So erleben Gastronomie und Fitnessclubs im Kanton Solothurn die Wiedereröffnung

Nach monatelangem Lockdown durften Wirte und Fitnessclubs im Kanton am Montag wieder Gäste und Besucher empfangen. Wir waren unterwegs im Kanton.

Andri Morrissey
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Die Terrasse des Café Knaus in Oensingen war am Montag, 19. April geöffnet.
12 Bilder
Das Café machte mit einer prominent darauf aufmerksam.
Auch auf der Terrasse des Gasthofs Post in Oensingen konnte man heute verweilen.
Wirt Klaus Kaiser vom Café Grogg in Olten freut sich zusammen mit Julia Vögeli über die Öffnung seiner Terrasse.
Es kehrte wieder etwas Leben in die Gasse ein.
Auch die Riva Café & Weinbar in Olten öffnete heute ihre Terrasse.
Auch die Riva Café & Weinbar in Olten öffnete heute ihre Terrasse.
Das Team vom Hotel Storchen in Schönenwerd freut sich ebenfalls auf die Öffnung und bietet den Gästen in kalten Tagen auch Decken an.
Instruktorin Lisa Moll im Fitness Factory in Dulliken. Die Fitness Factory konnte nach ihrem Umzug von Olten nach Dulliken heute erstmals öffnen.
Das Team von der Linde in Fulenbach mit Sivo Domenico, Armando Giannotti und Leonardo freuen sich, endlich wieder Gäste begrüssen zu dürfen.
Das Team von der Linde in Fulenbach mit Sivo Domenico, Armando Giannotti und Leonardo freuen sich, endlich wieder Gäste begrüssen zu dürfen.
Auch bei der Bäckerei Café Wälchli in Wangen bei Olten werden zum Take-Away Sitzplätze im Aussenbereich angeboten.

Die Terrasse des Café Knaus in Oensingen war am Montag, 19. April geöffnet.

Patrick Luethy

Die Beizen und Bars durften am Montag erstmals in diesem Jahr ihre Stühle und Tische wieder draussen aufstellen und Kunden bedienen. Nach vier Monaten ohne aktive Arbeit müsse man schon den einen oder anderen Handgriff überlegen, der vorhin einfach automatisch gegangen sei, meint Stephan Marti, Betreiber der «Cafébar Barock» am Solothurner Aaremüürli gegenüber dem Sender TeleM1. Das Café hat zum Start die Tische an der Hausseite aufgestellt. Wer lieber Getränke und Essen mitnehmen möchte, kann dies weiterhin tun.

TeleM1

Im Café Grogg in Olten können Gäste erstmals in diesem Jahr auf der Terrasse bedient werden. Die epidemiologische Lage ist für den Betreiber Klaus Kaiser schwer einzuschätzen. Kaiser:

«Aber ich schätze es, dass ich einen Kleinbetrieb habe, das macht mich eher flexibel. Ich kann schnell aufmachen und wenn auch schnell wieder zu. Ich bin guten Mutes, dass es der richtige Weg ist.»

Es wird sogar mit viel Hoffnung ein Konzertprogramm für den Sommer geplant.

Wirt Klaus Kaiser vom Café Grogg in Olten zusammen mit Julia Vögeli vor ihrem Gartenrestaurant

Wirt Klaus Kaiser vom Café Grogg in Olten zusammen mit Julia Vögeli vor ihrem Gartenrestaurant

Patrick Luethy

In Grenchen öffnet das «Baracoa». Nach dem Lockdown ist das Team bereit, wieder die Arbeit aufzunehmen, «Wir sind alle sehr froh, können wir wieder arbeiten,» sagt Mehmet Polat, Geschäftsführer des «Baracoa». Man sei «gut vorbereitet» auf die nächsten Wochen. Kurzarbeit wird beim Baracoa aber weiterhin ein Thema sein, da nicht alle Mitarbeiter vollständig beschäftigt werden können, merkt Polat an. Ein Gast sagte:

«Wir haben riesig Freude, dass wir endlich wieder in unserer Lieblingsbar sitzen und etwas trinken dürfen.»
Auch das Baracoa in Grenchen hatte geöffnet.

Auch das Baracoa in Grenchen hatte geöffnet.

Andreas Toggweiler

Fitnesscentern im Startfieber

Auch für die Fitnessstudios ist der Montag ein grosser Tag. Sie dürfen wieder Kunden empfangen. Zwar gilt eine Personen-Begrenzung und Maskenpflicht, aber das Training ist wieder möglich. Das schätzten viele Kunden und auch die Studio-Betreiber.

Peter Jörg, Inhaber von Fitness-Factory in Dulliken, hat nur kurz Zeit, um über den Tag zu sprechen. Die Vorbereitungen auf die Öffnung waren gross. Es wurden zusätzliche Lüftungen eingebaut und die Geräte werden mehrmals täglich geputzt. Viele neue Besucher sind aber nicht gekommen. «Erst mal kommen die Stammkunden», so Jörg.

Instruktorin Lisa Moll im Fitness Factory in Dulliken.

Instruktorin Lisa Moll im Fitness Factory in Dulliken.

Patrick Luethy

Im Cityfit in Grenchen ist es bei der Telefonanfrage ruhig – noch. Zu jeder Zeit könnte sie das Telefon fallen lassen, um sich um eine Kundin oder um einen Kunden zu kümmern, sagt Instruktorin Nicole Brunner. Das Studio war am Montag auf jeden Fall noch nicht voll:

«Wir mussten noch niemanden nach Hause schicken.»

Im Gegensatz zur letzten Regelung muss nicht überall eine Maske getragen werden. Beispielsweise beim Ausdauertraining darf ohne Masken trainiert werden, allerdings mit Trennwänden zwischen den Geräten. Aber da die Fläche des Studios nur 550 Quadratmeter beträgt, und nur 25m2 pro Cardiogerät zur Verfügung stehen, besteht im Fitnessstudio Cityfit Maskenpflicht. Brunner: «Wir haben diese Masken im Alltag genug oft an. Da macht es doch nichts aus, wenn sie auch hier getragen werden.»

Und wie haben Sie es so?

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