Weitere Massnahmen

Kanton Solothurn schliesst Shishabars und erhöht Anzahl der Spitalbetten

Im Kanton Solothurn darf ab Freitag in Shishabars nicht mehr gepafft werden. (Symbolbild)

Im Kanton Solothurn darf ab Freitag in Shishabars nicht mehr gepafft werden. (Symbolbild)

Der Kanton Solothurn führt zum Teil strengere Schutzmassnahmen als der Bund ein: Shishabars, Clubs und Erotikbetriebe werden geschlossen. Die Spitäler sollen die Zahl der Intensivbetten erhöhen.

(dpo/ldu) Nachdem der Bundesrat am Mittwoch neue Massnahmen vorgestellt hat, bekräftigt der Kanton Solothurn seinen Kurs: Die punktuell strengeren Massnahmen gelten weiterhin. «Die Lage im Kanton erfordert es, dass wir an diesen Punkten festhalten», erläutert die zuständige Regierungsrätin Susanne Schaffner am Donnerstag an einer Medienkonferenz. «Die Lage im Kanton Solothurn ist ernst. Jeder und jede muss jetzt Verantwortung übernehmen.» 

Im Kanton Solothurn gilt…  anders als auf Bundesebene:

  • Shishabars, Clubbetriebe sowie Erotik- und Sexbetriebe werden geschlossen
  • In Barbetrieben dürfen insgesamt höchstens 30 Gäste gleichzeitig anwe­send sein.
  • Take-away- und Imbissbetriebe müssen zwischen 23.00 Uhr und 06.00 Uhr geschlossen bleiben.
  • Es ist verboten, Veranstaltungen mit über 30 Personen durchzuführen. Personen, welche im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit mitwirken, und Personen, die bei der Durchführung der Veranstaltung mithelfen, werden nicht mitgezählt.
  • Wenn in urbanen Zentren und Dorfkernen der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht mehr eingehalten werden kann, dürfen Ansammlungen höchstens fünf Personen zählen. Zwischen den verschiedenen Gruppen gilt ausserdem ein Mindestabstand von drei Metern, heisst es weiter.

Die Änderung tritt am 30. Oktober 2020, 12.00 Uhr, in Kraft. Die Änderung gilt längstens bis zum 31. Januar 2021. 

Susanne Schaffner: «Mir scheint Shisha-Rauchen nicht zielführend in einer solchen Epidemie»

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Maskenpflicht an den Sekundarschulen

Angesichts der aktuell sehr labilen epidemiologischen Lage treten auch für die Volksschule im Kanton Solothurn weitere Massnahmen in Kraft. Das Maskenobligatorium gilt ab dem 2. November 2020 neu auch für die Schülerinnen und Schüler der Sekundarschulen (Sekundarstufe I, 7. – 9. Klasse). Die Durchführung von Schullagern ist bis 31. Januar 2021 sistiert.

An der Sekundarstufe II gilt bereits Maskenpflicht. Neu gelten die Maskenpflicht und Einhaltung der Distanzregeln auf dem ganzen Schulareal.

Zahl der Spitalbetten erhöht

39 Personen befinden sich momentan im Spital aufgrund einer Corona-Erkrankung. Davon müssen 4 Personen beatmet werden. Die Intensivpflegestationen der Solothurner Spitäler im Kantonsspital Olten und im Bürgerspital Solothurn hätten in den letzten Tagen ihre Kapazitätsgrenzen teilweise bereits erreicht, hiess es an der Medienkonferenz. Die Covid-19 Fallzahlen nehmen laut Kanton an den Standorten Solothurn und Olten laufend deutlich zu, sowohl auf den Abteilungen als auch in der Intensivpflege.

Das Departement des Innern hat die soH deshalb angewiesen, die Zahl der Intensivbetten mit Beatmungsgeräten von aktuell 14 auf 25 zu erhöhen. Vom Normalbetrieb wird auf die erste Eskalationsstufe erhöht.

Der Solothurner Kantonsarzt Lukas Fenner zum Ausbau der Intensivmedizinischen Betten

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