Kanton Solothurn
Die finanzielle Unterstützung von kinderfreundlichen Gemeinden wird um drei Jahre verlängert

Im Kanton Solothurn sind bisher zwei Gemeinden als besonders kinderfreundlich zertifiziert. Sieben weitere Gemeinden streben das Label ebenfalls an. Der Kanton übernimmt für weitere drei Jahre 60 Prozent der dafür anfallenden Kosten.

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Laupersdorf ist (zusammen mit Grenchen) bereits seit einigen Jahre als «kinderfreundliche Gemeinde» zertifiziert. Bald dürften im Kanton Solothurn weitere folgen.

Laupersdorf ist (zusammen mit Grenchen) bereits seit einigen Jahre als «kinderfreundliche Gemeinde» zertifiziert. Bald dürften im Kanton Solothurn weitere folgen.

Bruno Kissling

Als Teil des zwischen 2019 und 2021 realisierten Programms zur Weiterentwicklung der Kinder- und Jugendpolitik im Kanton Solothurn wurden Gemeinden im vergangenen Jahr finanziell bei der Umsetzung der Unicef-Initiative unterstützt.

Diese von der Anlauf- und Koordinationsstelle für Kinder- und Jugendfragen (AKKJF) initiierte Unterstützung wird nun auf Antrag von kindundjugend.so, dem Dachverband Kinder- und Jugendarbeit Kanton Solothurn, bis 2024 weitergeführt, wie der Kanton Solothurn informiert.

Rund 60 Prozent der Kosten, die für Gemeinden im Zusammenhang mit der Zertifizierung anfallen, übernimmt während dieser Zeit der Kanton. Insgesamt stehen dazu 36’000 Franken aus Mitteln des Swisslos-Fonds zur Verfügung.

Bald neun Solothurner «Kinderfreundliche Gemeinden»

Das Label «Kinderfreundliche Gemeinde» tragen aktuell 50 Gemeinden und Städte in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein. Seit längerem gehören dazu die Solothurner Gemeinden Grenchen und Laupersdorf.

Was ist eine «kinderfreundliche Gemeinde»?

Die Unicef-Initiative bietet Gemeinden ein Instrument, um die Kinderrechte auf kommunaler Ebene zu verankern. Eine zertifizierte «Kinderfreundliche Gemeinde» erfasst die Lebenssituation von Kindern und Jugendlichen ganzheitlich, setzt sich vertieft mit deren Bedürfnissen auseinander, ermöglicht ihnen frühzeitige Teilhabemöglichkeiten und integriert sie aktiv in die Gesellschaft. Den Gemeinden gelingt es so, ein umfassendes Schutz-, Förder- und Beteiligungsnetz für Kinder und Jugendliche aufzubauen – etwas, das letztlich dem Zusammenleben aller Einwohnenden zugutekommt.

«Im Verlauf des letzten Jahres haben sich sieben weitere Gemeinden dazu entschlossen, das Label ‹Kinderfreundliche Gemeinde› anzustreben», informierten die Verantwortlichen des Kantons Solothurn. So möchte beispielsweise Himmelried für junge Menschen und Familien attraktiver werden. Auch Boningen, Oensingen, Rodersdorf, Selzach, Solothurn und Zuchwil streben die Zertifizierung an.

«Im Prozess lernen wir nun, welche Veränderungen für unsere Kinder und Jugendlichen erstrebenswert sind und wie wir sie in Entscheidungsprozesse einbinden können», wird Barbara Rösler, Gemeinderätin von Himmelried, zitiert. (mgt)