Arbeitsmarkt Solothurn

Kanton ist verpflichtet, Lehrabbrecher und Stellensuchende mit «arbeitsrechtlichen Massnahmen» zu unterstützen

Arbeitslose erhalten Unterstützung vom Kanton. (Symbolbild)

Arbeitslose erhalten Unterstützung vom Kanton. (Symbolbild)

Stellensuchende erhalten künftig mehr Unterstützung vom Kanton Solothurn für den Wiedereinstieg. Der Kanton ist dazu verpflichtet, solche Massnahmen durch zu führen.

Wer auf der Suche nach einer Stelle ist, dem helfen allenfalls Programme des Kantons, um den Einstieg ins Berufsleben (wieder) zu finden. Der Kanton ist nämlich verpflichtet dazu, sogenannte «arbeitsrechtliche Massnahmen» für Arbeitslose, Personen mit geringen Deutschkenntnissen oder Lehrabbrecher zu organisieren.

Derzeit werden Massnahmen für den Zeitraum von 2021–24 beschafft, wie dem Amtsblatt zu entnehmen ist. Bei den Ausschreibungen handelt es sich um «wiederkehrende Routinebeschaffungen», wie Jürg Tucci, Leiter Logistik arbeitsrechtliche Massnahmen, erklärt. Regelmässig wird erhoben, welcher Bedarf für welche Massnahmen besteht; alle vier Jahre werden diese dann ausgeschrieben und für weitere vier Jahre durchgeführt.

Was auch in den kommenden Jahren angeboten werden soll und derzeit ausgeschrieben ist: Insgesamt 50 Jahreseinsatzplätze in zwei Deutschcentern in Solothurn und Olten für Personen mit geringen Deutschkenntnissen. Ebenfalls in Solothurn und Olten führt der Kanton Integrationsmassnahmen durch, in welchen Personen mit Lehrabschluss bei der Stellensuche unterstützt werden. Dazu kommen zwei sogenannte «Motivationssemester». Dabei erhalten Lehrabbrecher und Lehrstellensuchende – in Solothurn und Olten – Unterstützung bei ihrer Bewerbung und absolvieren Praktikumseinsätze.

Bis Anfang März werden Offerten gesammelt, damit die Angebote auch ab 2021 durchgeführt werden können. Im Herbst stehen die nächsten Ausschreibungen an, etwa für Stapler- und Lagerkurse. (nka)

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