Schülerstudie

«Jugendliche zur Nikotinsucht verführt»: Studie zeigt Nikotinverhalten von 15-Jährigen

Das Konsumverhalten von Nikotin wird bei Jugendlichen zu einer Sucht. (Symboldbild)

Das Konsumverhalten von Nikotin wird bei Jugendlichen zu einer Sucht. (Symboldbild)

Gemässe einer Schülerstudie konsumieren 11- bis 15-Jährige monatlich Nikotin. Das Blaue Kreuz befürchtet eine Sucht.

Das Blaue Kreuz Bern–Solothurn–Freiburg befürchtet eine neue Welle an nikotinabhängigen Jugendlichen. Hintergrund sind die Ergebnisse einer aktuellen Schülerbefragungs-Studie (HBSC) des Kantons Bern. Diese besagt, dass 7,8 Prozent der 15-Jährigen monatlich an der Wasserpfeife ziehen; 13,8 Prozent rauchen mindestens monatlich Zigaretten; 3.3 Prozent der 14-jährigen schieben sich monatlich Snus unter die Oberlippe.

Die HBSC-Studie hat 2018 Jugendliche aus dem Kanton Bern im Alter von 11 bis 15 Jahren unter anderem zu ihrem Konsumverhalten befragt. Die Auswertung zeigt, dass 10.1 Prozent der 15- jährigen Jungen und 5,4 Prozent der Mädchen in den letzten 30 Tagen Shisha geraucht haben. Der wöchentliche Zigaretten-Konsum liegt bei 7,5 Prozent. Weiter gaben 15,2 Prozent der 15-jährigen Jungen sowie 10 Prozent der Mädchen an, sich schon mindestens zwei Mal im Leben richtig betrunken gefühlt zu haben. Wöchentlich Alkohol trinken 6,9 Prozent. Drei Mal Rauschhanf konsumiert haben in den letzten 30 Tagen 9 Prozent der 15-jährigen Jungen und 3,6 Prozent der Mädchen.

Besorgt über «aggressive Werbung» für Snus

Erstmals wurden die 14- und 15-Jährigen auch nach ihrem Snus-Konsum befragt. 3,3 Prozent der 14 bis 15-Jährigen snusen demnach mindestens monatlich. «Aktuell wird aggressiv Werbung für Snus-Produkte betrieben – gerade auch weil grosse Tabakfirmen den Markt mit neuen Produkten aufmischen. Man muss sich bewusst sein, dass Nikotin sehr schnell abhängig macht und namentlich Jugendliche die Zielgruppe der Nikotinproduktehersteller sind.» so Markus Wildermuth vom Blauen Kreuz Bern–Solothurn–Freiburg.

Nach wie vor konsumieren mehr Jungen als Mädchen regelmässig psychoaktive Substanzen. Erfreulicherweise sei der Konsum von Alkohol, Tabak, E-Zigaretten und Cannabis im
Kanton Bern mehrheitlich geringer als im nationalen Schnitt, bilanziert das Blaue Kreuz die HBSC-Studie. (mgt)

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