Das Lager ist bis unters Dach gefüllt, denn der Holzvorrat soll für den ganzen Winter reichen. Gestern Nachmittag wurde die neue Holzschnitzelheizung für das Kurhaus Weissenstein in Betrieb genommen. Bauherrin dieses Projekts war die Bürgergemeinde Solothurn, welche den Planungskredit von 1,4 Millionen Franken genehmigte.

Seither sind rund zehn Monate vergangen. Nun kann geheizt werden. «Wir haben hier eine Holzschnitzelheizung gebaut, die extrem regional, ökologisch und zugleich ökonomisch ist», sagt Sergio Wyniger, Bürgergemeindepräsident von Solothurn. Die erste Füllung des Holzschnitzellagers, welche letzte Woche angeliefert wurde, stammt vom Nesselboden. Auch künftig soll das Holz für die Heizung vom Weissenstein und der Region bezogen werden. «So können wir 16 LKW-Fahrten pro Jahr einsparen», sagt Wyniger. Denn sonst würde das in der Region geschlagene Holz in Luzern verarbeitet werden. Zudem würde es zusätzlich vier LKW-Fahrten mit Heizöl benötigen, wenn eine Ölheizung installiert worden wäre. Auch der Bau geschah unter diesem regionalen, ökologischen Ansatz. So wurde das Holzschnitzellager aus dem Windfallholz des Sturms «Burglind» gefertigt. Das Holz wurde von der Sägerei Adam aus Oberdorf aufgesägt und von der Firma Jura Holzbau aus Zuchwil abgebunden und aufgerichtet.

Die Heizung befindet sich unmittelbar oberhalb des Restaurants Sennhaus und versorgt seit Donnerstag das Hotel Weissenstein mit Wärme. «Es ist eine tolle Sache, dass das Hotel Weissenstein durch dieses Fernwärmenetz viel Platz sparen und zugleich etwas gutes für den Berg tun kann», so Wyniger.