Für Dieter Kaegi ist es die fünfte Spielzeit des Theaters und Orchesters Biel Solothurn, Tobs unter seiner Intendanz. Vorläufig bleibe er dem Jura-Südfuss auch noch einige Zeit erhalten, beantwortete er eine entsprechende Frage anlässlich der Präsentation gestern im Stadttheater Solothurn.

Schauspielchefin Katharina Rupp informierte über den Bereich Theater. Hier kommt Fritz Hochwälders «Das Heilige Experiment» zur Aufführung. Eine besonderes Stück, fand doch dessen Uraufführung, das sich mit der tatsächlich gelebten Utopie von Jesuiten in Paraguay vor gut 500 Jahren beschäftigt, 1942 am Stadttheater Solothurn statt.

Schauspieler Werner Biermeier wohnt in Solothurn und spielt in der Saison 2017/2018 eine Rolle in «Das heilige Experiment» am Tobs.

Ein weiterer Klassiker ist «Biedermann und die Brandstifter», sowie «Tell» an Schiller angelehnt, allerdings in einer völlig neuen Bearbeitung mit Laien-Spielern und Mitgliedern des Ensembles. Das weihnachtliche Kinderstück wird kommende Saison zum Stück auch für Erwachsene. Dickens’ «A Christmas Caroll – eine Weihnachtsgeschichte» wird es sein.

Eine Schweizer Erstaufführung gibt es mit «Wir sind Hundert» von Jonas Hassan Khemiri und eine Uraufführung mit einer weiteren Produktion von Deborah Epstein und Florian Barth mit dem Titel «Verweile doch, du bist so schön» wird gespielt. Komik und Humor verspricht «Before i speak i have something to say» – eine Hommage an die Marx Brothers mit Max Merker und Matthias Schoch. Im Schauspielteam gibt es Änderungen. Jan Philipp-Walter Heinzel und Tim Mackenbrock verlassen das Tobs; neu kommen Tom Kramer und Tatjana Sebben dazu.

Kaspar Zehnder, musikalischer Leiter des Tobs stellte das Konzertprogramm vor. Er versprach Sinfonie- und Kammerkonzerte mit Musik von Bach, Mozart, Beethoven, Mendelssohn, Schumann, Brahms, Chopin, Tschaikowsky oder Saint-Saëns. Interpreten wie Bettina Sartorius oder Eliana Burki sind im Programm eingebunden. Die Alphornistin Burki wird das Orchester des Tobs gar auf einer 10-tägigen Konzerttournee durch China über den Jahreswechsel hin begleiten.

Neue Jost Meier-Oper

Bei den Opernproduktionen sticht im November die Uraufführung einer Oper von Jost Meier heraus (Libretto Hansjörg Schneider). Meier, der wichtigste Schweizer Komponist der Gegenwart, erweckt mit seiner Musik das Theaterstück «Marie und Robert» des Aargauer Schriftstellers Fritz Haller zum Leben. Hier handelt es sich nicht nur um eine tragische Liebesgeschichte, sondern auch um ein Stück Schweizer Zeitgeschichte vor rund 100 Jahren. Im weiteren werden Mozarts «Mitridate», Rossinis «Il Barbiere di Siviglia», Lehars «die lustige Witwe» und Tschaikowskys wenig bekannte Oper «Iolanta» geboten.