Rund 30 Mitglieder trafen sich im Hotel «La Couronne» Solothurn zur Mitgliederversammlung der schweizerischen Gesellschaft Solothurner Filmtage. Zum zweiten Mal wurde diese Versammlung vom neuen Präsidenten Felix Gutzwiller geleitet, «zum erstem Mal aber nach durchgeführten Filmtagen», wie er bemerkte. Er bedankte sich für die vergangene, erfolgreiche Ausgabe, vor allem bei den vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, ohne die eine solche Organisation gar nicht möglich wäre.

Filmtage-Direktorin Seraina Rohrer hielt ebenfalls ihren Rückblick. Sie tat dies mittels Fotos der verschiedenen Filmtage-Anlässe, welche ihr besonders wichtig waren. «Jetzt kann ich es ja zugeben: Ob Bundespräsident Alain Berset kommen konnte, war eine echte Zitterpartie wegen des amerikanischen Präsidenten.

Im schlimmsten Fall hätte er Mister President halt mitgenommen», scherzte sie. Ausser dem Kinderhort seien alle Aktivitäten von Erfolg gekrönt gewesen. «Wir führen den Hort nächstes Jahr nochmals durch. Dann sehen wir, wie es mit dem Bedürfnis danach steht.» Sie stellte die neue Leiterin der Geschäftsstelle vor. Veronika Roos hat im März dieses Jahres das Amt von Stefanie Schüpbach übernommen. Roos stellte sich selbst kurz vor. Sie habe von der Mutter her solothurnische Wurzeln, sei in der Innerschweiz aufgewachsen und wohne in Bern. Zehn Jahre lang leitete sie das Büro von Swiss Paralympic.

25 Prozent mehr Tickets verkauft

Kassier Roland Kaiser analysierte die Jahresrechnung. Erfreulicherweise schliessen die 53. Solothurner Filmtage mit einem positiven Ergebnis ab. Das Organisationskapital konnte um 24 000 auf 634 000 Franken erhöht werden. «Auch bei einem Worstcase könnten wir zwei bis drei Jahre mit unseren Mitteln weiterarbeiten», beschrieb Kaiser. Weil derzeit nur auf einen Hauptsponsor gezählt werden könne, sei es wichtig, über ein gutes Reservepolster zu verfügen. Gegenüber dem Budget gab es Kostenüberschreitungen beim Ticketing und den Personalkosten dafür. Erfreulich sei aber der Ticketverkauf mit einer nicht budgetierten Zuwachsrate von 25 Prozent. Dies sei aufgrund des neuen Ticketsystems erklärbar.

«Insgesamt betrugen die Eigenleistungen 31 Prozent (Vorjahr 27 Prozent), das Sponsoring 37 Prozent und die Subventionen 32 Prozent (Vorjahr 33 Prozent)». Der Gesamtumsatz der Solothurner Filmtage beträgt nun rund 3,1 Mio. Franken. Die Versammlung genehmigte die Rechnung ohne Gegenstimme. Zugestimmt wurde auch einer Statutenänderung bei den Freimitgliedern.

Für die kommende Ausgabe wurde das Budget zur Kenntnisnahme unterbreitet. Dieses sieht eine schwarze Null vor. Die Ausgaben sollten sich im üblichen Rahmen bewegen, wurde gesagt. Leider müsse man mit etwas geringeren Bundessubventionen auskommen, hingegen wurde im Posten «Hauptsponsoring und Medienpartnerschaften» fast 150 000 Franken mehr eingesetzt als im vergangenen Jahr. Gutzwiller meinte dazu nur: «Wir sind guter Hoffnung, dass wir ihnen gelegentlich einen zweiten Hauptsponsor vorstellen können.» Er gab auch ein Votum zur Position Personalkosten ab: «Wir zahlen korrekte, aber keine Spitzenlöhne.»

Bei den Aufwendungen im Budget fällt auf, dass im Bereich «Katalog, Programmheft/weitere Publikationen» mit Veränderungen zu rechnen ist. Darauf aus dem Plenum angesprochen, erklärte Seraina Rohrer, dass man derzeit die Lancierung eines neuen, magazinartigen Programmheftes anstelle des gedruckten Kataloges prüfe. Beim Verkauf des Kataloges sei ein massiver Einbruch festzustellen. «Damit sind wir gezwungen, über neue Produkte nachzudenken.» Man sei aber noch in der Entwicklungsphase und es sei nicht sicher, ob bereits auf die kommende Filmtage-Ausgabe mit einer neuen Publikation zu rechnen sei.

Die 54. Solothurner Filmtage finden vom 24. bis 31. Januar 2019 statt.