Ständeratswahl

Grüne verzichten auf 2.Wahlgang – was machen FDP und SVP?

Stefan Nünlist (FDP) und Christian Imark (SVP): Wer tritt gegen Roberto Zanetti im zweiten Wahlgang an?

Stefan Nünlist (FDP) und Christian Imark (SVP): Wer tritt gegen Roberto Zanetti im zweiten Wahlgang an?

Der zweite Solothurner Sitz im Ständerat wird erst im zweiten Wahlgang am 17. November vergeben. Alles deutet auf einen Zweikampf Zanetti – Imark hin.

Entscheide zum weiteren Vorgehen der Parteien in Sachen Ständeratswahlen stehen nun Schlag auf Schlag an. Dabei läuft dasselbe Szenario ab wie vor vier Jahren: Auch damals schaffte Pirmin Bischof (CVP) die Wiederwahl in die kleine Kammer im ersten Wahlgang, während Roberto Zanetti (SP) in den zweiten Wahlgang musste. Dort bezwang er damals den SVP-Herausforderer Walter Wobmann. Diesmal wird es Christian Imark sein.

Denn niemand zweifelt daran, dass der Kantonalparteipräsident, der am Wochenende auf dem 3. Platz gelandet ist, am 17. November noch einmal antreten wird. Dies umso mehr, als er am Wochenende als bestgewählter Solothurner Nationalrat aus dem Rennen ging.
Die Solothurner SVP macht es allerdings spannend: Sie entscheidet – als letzte der «Grossen» erst am kommenden Donnerstagabend – als letzte Kantonalpartei – über das weitere Vorgehen. Der Parteitag wird in Zuchwil stattfinden.

Reinen Tisch gemacht haben am Sonntag die Grünen: Sie scheinen mit dem Gewinn des Nationalratssitzes für Felix Wettstein zufrieden zu sein. Wie Parteipräsidentin Laura Gantenbein bereits am Sonntag erklärte, wird Wettstein aus dem Rennen fürs «Stöckli» zurückgezogen.
Dass im zweiten Wahlgang von den Grünen SP-Mann Roberto Zanetti unterstützt wird, gilt bereits als sicher. Die SP wird heute Montagabend in Solothurn noch über Zanettis Nomination entscheiden – mehr als eine reine Formsache wird dieser Beschluss aber nicht sein.

Die FDP dürfte ihren Kandidaten zurückziehen

Ein Déjà-vu erlebten die Freisinnigen: Mit ihrem Parteipräsidenten Stefan Nünlist erging es ihnen nicht besser als vor vier Jahren mit Marianne Meister, die damals auch auf dem letzten Platz gelandet war. Die Solothurner Freisinnigen kommen damit nicht aus ihrem Dauertief heraus, das sie nun bereits seit Jahren durchlaufen.

Alles andere, als dass die FDP an ihrem Parteitag von Dienstagabend die Kandidatur von Nünlist für den zweiten Wahlgang zurückzieht, scheint undenkbar. Und einen «Joker», den sie aus dem Ärmel schütteln könnten, haben die Freisinnigen nicht. Auch 2015 zog die FDP ihre Kandidatin im zweiten Wahlgang zurück, gab aber – wie die CVP – gegenüber dem SVP-Kandidaten keine Wahlempfehlung ab. Nicht ausgeschlossen, dass es am Parteitag einen Antrag auf die offizielle Unterstützung des bürgerlichen Bewerbers Christian Imark (SVP) geben wird. Sollte es zu einem solchen Beschluss kommen, dann dürfte der Partei allerdings vollends die endgültige Zerreissprobe drohen. (ums.)

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