Startup-Unternehmen

Gründer der Erlebnisgeschenk-Firma: «Das war nur eine Idee auf einer Liste von über 30»

Appentura Gründer Stefan Flück.

Stefan Flück gründete 2015 die Firma Appentura GmbH und präsentierte seine Idee am Dienstag in der Fernsehsendung «Die Höhle der Löwen». Der gebürtige Laupersdörfer erzählt, wie er auf die Idee kam, wie es war Teil der Sendung zu sein und wie es mit der Firma weitergeht.

Am Dienstag erhielt Stefan Flücks Firma Appentura GmbH bei der «Höhle der Löwen» ein Investment von 200'000 Franken für 25% Firmenanteile.

Wie kamen Sie auf die Idee von Appentura?

Stefan Flück: Die Idee einer Überraschungs-App kam mir spontan an einem ruhigen Abend und war nur eine Idee auf einer Liste von über 30. Damals war noch eine App geplant, mit der man sich selber mit einem Erlebnis überraschen lassen kann. Tests haben dann aber gezeigt, dass es einfacher und besser ist, wenn eine nahe stehende Person das Erlebnis wählt. So wurden es Erlebnisgeschenke und wir haben gleichzeitig auch das Problem der langen Suche nach einem passenden Geschenk gelöst.

Wie kam es zur Teilnahme bei der «Höhle der Löwen»?

Die Produktionsfirma hat uns angefragt. Wahrscheinlich weil wir ein Produkt haben, dass für fast jeden passt. Ich stehe eigentlich nicht so gerne im Mittelpunkt, habe mich dann aber überwunden und mich angemeldet. Das gehört halt zum Startup-Leben: Man muss häufig die Komfortzone verlassen. Nach dem erfolgreichen Casting bekamen wir dann den Entscheid, dass wir definitiv dabei sind.

Wie war die Reaktion, nachdem Sie erfahren hatten, dass Sie ein Investment erhalten?

Grundsätzlich war es eine wichtige Bestätigung, dass erfahrene Unternehmer wie Bettina Hein, Roland Brack und Jürg Marquard an die Idee, das Geschäftsmodell und an mich als Gründer glauben. Und es ist allgemein ein positives Zeichen, auch für unseren Auftritt, von dem wir uns eine hohe Wirkung erhoffen. Bettina Hein war übrigens meine Wunsch-Investorin. Hätte ich ein Trio wählen können, hätte ich zusätzlich Brack und Marquard gewählt. Die Konstellation ist also perfekt. Trotzdem war mir sofort klar, dass das nur ein Meilenstein in der Appentura-Geschichte ist. Die Reise geht noch viel weiter und es wartet auch noch viel Arbeit.

Was haben Sie für die Zukunft geplant?

Das Angebot bauten wir stetig aus, diesen Prozess werden wir aber jetzt nach der Sendung nicht speziell forcieren. Zuerst wollen wir die Bekanntheit in der Deutschschweiz stärken und als nächster grosser Schritt folgt dann Deutschland. Das Investment hilft uns, eine grössere Marketing-Kampagne zu lancieren, das Team und die Organisation zu stärken und die Software weiter zu automatisieren. Damit unsere Kunden weiterhin so begeistert sind, denn dies bleibt das wichtigste Ziel der Firma. Danach sind wir bereit, den Schritt ins Ausland zu wagen.

Sie kommen aus Laupersdorf, aber wohnen jetzt in Bern. Wann verliessen Sie den Kanton Solothurn?

Ich zog 2014 weg - vor allem wegen dem Arbeitsweg von mir und meiner Partnerin und weil sie schon länger in Bern wohnt. Für die Gründung eines Startups bietet Bern halt grosse Vorteile gegenüber einem Dorf auf dem Land. Und da der Job ein sehr wichtiger Teil im Alltag ist, ist auch die geographische Nähe sehr hilfreich. Zu Laupersdorf habe ich aber noch einen sehr engen Bezug, bin mehrmals pro Monat dort bei Familie, Freunden oder an  Veranstaltungen. Ich spiele noch aktiv für den HC Laupersdorf und bin Ehrenmitglied bei der Brass Band Frohsinn Laupersdorf. Also bin ich immer noch stark verwurzelt und freue mich jedes Mal, wenn ich ausserhalb der Heimat Solothurner-Deutsch höre. 

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