Tradition

«Fotofinish» beim Bischofsjass: Regierung schlägt Kirchenleute 7 zu 5

Gesellige Jassrunde mit der Regierung und der bischöflichen Delegation.

Gesellige Jassrunde mit der Regierung und der bischöflichen Delegation.

Kirche und Staat trafen sich am Mittwochabend zum traditionellen Bischofsjass. Nach 12 Partien stand der Sieger fest: das Team Regierungsrat gewann 7 Partien, die bischöfliche Delegation deren 5.

Landammann Roland Fürst hatte turnusgemäss zum traditionellen Jass eingeladen. Bevor jedoch die Karten gemischt und die Trümpfe gewiesen wurden, trafen sich der Gesamtregierungsrat und eine Delegation des Bistums Basel zum informellen Austausch und anschliessendem Abendessen im Rathauskeller.

Die Gäste wurden von Bischof Felix Gmür angeführt, anwesend waren unter anderen der emeritierte Weihbischof Martin Gächter sowie Domprobst Arno Stadelmann. «Nach 12 intensiven und teils sehr knappen Jass-Partien setzte sich das Team rund um den Gesamtregierungsrat mit 7 zu 5 Siegen durch», teilt die Staatskanzlei Solothurn mi. Sie spricht von einem Fotofinish.  

Der Bischofsjass wird in Solothurn seit den 1960er Jahren gepflegt. Der damalige SP Regierungsrat Willi Ritschard hat die besondere Jassrunde zusammen mit Bischof Anton Hänggi und Staatsschreiber Alfred Rötheli ins Leben gerufen.

Willi Ritschard und Anton Hänggi kannten sich vom gemeinsamen Dienst in der Schweizer Armee. Seither treffen sich Regierung und Geistlichkeit einmal im Jahr zu einem Gedankenaustausch, der jeweils mit einem Jass abgeschlossen wird. (sks)

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