1. August

Feuerwerk ist nicht nur bunt und laut, sondern auch gefährlich

1.-August-Raketen.az

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Zu einer gelungenen 1.-August-Feier gehört meistens auch ein buntes Feuerwerk. Die Gefahren, die davon ausgehen, vergisst man dabei häufig. Um Unfälle zu verhindern, sollte man die Feuerwerkskörper und die jeweiligen Risiken kennen.

Das Bundesamt für Polizei teilt die Feuerwerkskörper dabei in vier Kategorien ein: In die erste und damit harmloseste Kategorie fallen diejenigen Knallkörper, welche keine hohe Lärmbelastung verursachen und sogar im Wohnbereich verwendet werden können. Sie dürfen an Kinder über 12 Jahre verkauft werden. Im Detailhandel sind Feuerwerkskörper dieser Kategorie, zu denen beispielsweise bengalische Zündhölzer gehören, bereits seit einiger Zeit erhältlich.

Feuerwerke der Kategorien zwei und drei – Raketensets, Batterien und Vulkane – werden dann ab dem 25. Juli verkauft. Diese Feuerwerkskörper müssen aufgrund der Explosionsgefahr jeweils ausserhalb der Geschäfte, an einem separaten Stand, angeboten werden. Kategorie zwei umfasst dabei Feuerwerkskörper mit einem geringeren Lärmpegel und einem reduzierten Gefahrenpotenzial. Abgegeben werden dürfen diese an über 16-Jährige. In die dritte Kategorie, die nur von Personen über 18 Jahre bezogen werden dürfen, fallen diejenigen pyrotechnischen Gegenstände mit einem mittleren Gefahrenpotenzial und einer höherer Lärmbelastung. Die Produkte der vierten Kategorie schliesslich sind für den normalen Gebrauch zu gefährlich und werden nur an Fachleute verkauft.

Hunderte von Unfällen

Der bunte Funkenspass verursacht laut der Beratungsstelle für Unfallverhütung und der Beratungsstelle für Brandverhütung jährlich Hunderte von Unfällen. Am meisten davon betroffen sind Kinder. Laut Martin Allemann, Leiter Amt für Feuerwehr und Zivilschutz, herrscht in Solothurn jedoch keine erhöhte Alarmbereitschaft. «Wir haben ganz normal unsere Pikettgruppen. In den letzten Jahren hat das ausgereicht, wir haben damit sehr gute Erfahrungen gemacht», erklärt er.

Die Beratungsstellen für Unfall- und Brandverhütung geben eine Reihe von Empfehlungen für den vernünftigen Umgang mit Feuerwerkskörpern: «Lassen Sie sich beim Kauf von Feuerwerken vom Verkaufspersonal instruieren», wird etwa geraten. Oder: «Zeigen Sie Kindern und Jugendlichen einen verantwortungsvollen Umgang mit Feuerwerkskörpern.» Wichtig ist, dass beim Abbrennen von Raketen stets die an den Verkaufsstellen zu beziehenden Abschussvorrichtungen verwendet werden. Schliesslich: «Nähern Sie sich Feuerwerken, welche nicht abgebrannt sind, erst zehn Minuten nach dem Anzündversuch. Es sollte auf keinen Fall versucht werden nachzuzünden.»

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