Kanton Solothurn

«Es ist Zeit für etwas Neues»: Das sagt ASO-Chefin Claudia Hänzi zum Jobwechsel

Claudia Hänzi wechselt vom Kanton Solothurn in die Stadt Bern.

Claudia Hänzi wechselt vom Kanton Solothurn in die Stadt Bern.

Claudia Hänzi, Leiterin der Amtes für soziale Sicherheit im Kanton Solothurn wechselt zur Stadt Bern. Für die 43-Jährige ist es Zeit für etwas Neues, wie sie sagt.

Claudia Hänzi tritt im Sommer eine neue Stelle als Leiterin des Sozialamts der Stadt Bern an. Es sei nicht so, dass sie von ihrem Wirken in Solothurn genug habe und deshalb gekündigt habe, winkt Hänzi auf Nachfrage ab: «Der Wechsel fällt mir nicht leicht. Ich empfinde meine Position hier nach wie vor als schön und verantwortungsvoll.» Nach 16 Jahren beim Kanton sei es aber Zeit für Neues. Gerade in einer Führungsposition müsse «man sich bewegen und nicht zu lange verharren». An der neuen Aufgabe in Bern reizt Hänzi nach Jahren der schwergewichtig konzeptuellen Arbeit die direktere und unmittelbarere Herausforderung, «der grössere Frontanteil».

Zu den positiven Erfahrungen im Amt als ASO-Chefin zählt Hänzi die Zustimmung des Volkes zu den Ergänzungsleistungen für Familien oder das klare Ja des Kantonsrates zum EL-Verteilschlüssel. Sowohl im Sozial- wie auch im Asylbereich ist die Amtschefin immer wieder im direkten Kontakt mit den Einwohnergemeinden gestanden. Nach Zeiten mit einem verhärteten Klima habe sie in den letzten Jahren «einen offenen, guten Dialog mit den Gemeinden erlebt», geprägt vom Bestreben, «für alle Seiten gute Lösungen zu finden».

Dies gelte nicht zuletzt auch für den Asylbereich, in dem sie sich als toughe, aber faire Verhandlungspartnerin und Amtschefin profiliert hat. Das Asylwesen sei angesichts der internationalen Unwägbarkeiten eine «sehr anspruchsvolle Aufgabe» für alle Involvierten: «Man weiss nie genau, was passiert.» Der Kanton habe die Situation in den Jahren 2015/16, mit sehr hohen Asylbewerberzahlen, anständig meistern können, ohne dass zum Beispiel Unterbringungen in Zelten nötig geworden seien. «Das gab Sicherheit auch für die folgenden Herausforderungen», so Hänzi.

Als erklärte «Berufsoptimistin» mag Hänzi nicht von Frusterlebnissen sprechen. Sie erkenne aber einige «Baustellen, an denen der Kanton dran bleiben muss». So etwa die Opferhilfe oder die strukturelle Entwicklung bei der Aufstellung der Sozialregionen.

Verwandtes Thema:

Autor

Urs Mathys

Urs Mathys

Meistgesehen

Artboard 1