Kanton Solothurn

Ein bäumiges Geschenk: Pro Natura Solothurn begeht in Olten ihr 60-Jahr-Jubiläum

Übergabe: Pro-Natura-Präsidentin Nicole Hirt (3. v.l.) mit Kantonsrat Urs Huber, Stadträtin Marion Rauber, Nationalrat Felix Wettstein, Stadtgärtner Walter Egger und Stadträtin Iris Schelbert-Widmer.

Übergabe: Pro-Natura-Präsidentin Nicole Hirt (3. v.l.) mit Kantonsrat Urs Huber, Stadträtin Marion Rauber, Nationalrat Felix Wettstein, Stadtgärtner Walter Egger und Stadträtin Iris Schelbert-Widmer.

Dieses Jahr feiert Pro Natura Solothurn ihr 60-jähriges Bestehen. Die Jubiläumsgeneralversammlung wurde mit der Schenkung einer stattlichen Traubeneiche an die Oltner Bevölkerung gekrönt. Der Baum wurde bereits im Frühling im Stadtpark gepflanzt und im Rahmen der in den Herbst verschobenen Versammlung nun offiziell übergeben.

Die Traubeneiche ist ein wegweisender Zukunftsbaum, denn die einheimische Art trotzt den zunehmenden Hitze- und Trockenperioden und ist ein wichtiger Lebensraum für eine Vielzahl von Tieren, Pflanzen, Flechten und Pilzen. Stadträtin Iris Schelbert, die mit ihrer Ratskollegin Marion Rauber das Baumgeschenk entgegennahm, bedankte sich herzlich: «Wir hoffen, dass die Traubeneiche von Pro Natura Solothurn gut gedeiht und ihre hohe Lebenserwartung von mehreren hundert Jahren erreichen wird.»

Am Morgen fanden zwei Exkursionen durch Olten statt. Max Jaggi, Leiter Stadtgrün Aarau und Vizepräsident von Pro Natura Solothurn, zeigte anschaulich auf, wie vielfältig die Stadtbäume als Lebensraum von Tieren und Pflanzen genutzt werden und wie wichtig ihre Funktion als Schattenspender und natürlicher Luftbefeuchter für uns Menschen ist.

Die Teilnehmenden erfuhren, wie Stadtbäume gepflanzt und gepflegt werden und welche trockenheitsverträglichen und wärmeresistenten Baumarten in Zukunft die Städte bereichern werden. Jaggi rief dazu auf, alte Bäume dringend durch fachgerechte Pflege zu erhalten, denn es brauche auch die Biodiversität des Baumalters. «Wenn Kettensägen in intakten Baumkronen gebraucht werden, stimmt etwas nicht, denn gute Baumpfleger arbeiten mit Handsägen und Baumschere.» Bäume müssten vor vorzeitigen Fällungen geschützt werden, denn nur im Alter könnten sie ihre Funktionen als Lebensraum voll erfüllen.

Silvia Meister, Fachfrau für naturnahe Gärten, führte die andere Gruppe rund um das Kantonsspital Olten. Anhand vielfältiger Einblicke in Gärten und Parkanlagen im nahen Quartier vermittelte die SRF-1-Gartenexpertin kreative Möglichkeiten wie Lebensräume für Igel und andere Kleintiere aufgewertet werden, wie Blumenrasen und Blumenwiesen ökologisch sinnvoll angelegt und gepflegt werden und wie die vielfältigsten Strukturen die Biodiversität im Siedlungsraum fördern. (aha)

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