Übersicht

Diese Corona-Regeln gelten aktuell im Kanton Solothurn

Welche Auflagen gelten eigentlich in Bars, Restaurants, auf Märkten und im öV?

Welche Auflagen gelten eigentlich in Bars, Restaurants, auf Märkten und im öV?

Fast wöchentlich geben Bund und Kanton neue Massnahmen (oder Lockerungen) in Zusammenhang mit dem Coronavirus bekannt. Hier eine Übersicht, was im Kanton Solothurn aktuell gilt.

Sind 1000, 300, oder doch nur 100 Personen erlaubt? Wo muss ich meinen Ausweis zeigen, wo eine Maske tragen, und wo nichts von alldem? Die Auflagen in Zusammenhang mit dem ­Coronavirus ändern sich regelmässig. Und seit der Bund die Verantwortung wieder den Kantonen abgegeben hat, unterscheiden sich die Auflagen von Kanton zu Kanton, und zwar je länger, je mehr.

Hier eine kleine Übersicht, was aktuell im Kanton Solothurn gilt. Mit Betonung auf aktuell. Die nächsten Verschärfungen oder Lockerungen, je nachdem wie sich die Fallzahlen entwickeln, folgen bestimmt. Auf der Homepage corona.so.ch informiert der Kanton.

Grundsätzlich gilt weiterhin, wenn immer möglich:

  • Halten Sie Abstand – mindestens 1,5 Meter.
  • Niesen oder husten Sie in Nastücher oder die Armbeuge.
  • Waschen Sie regelmässig Ihre Hände.
  • Kann der Abstand nicht eingehalten werden, empfiehlt der Bund dringend, dass Sie eine Maske tragen.

Veranstaltungen mit mehr als 1000 Personen

Veranstaltungen mit mehr als 1000 Personen sind grundsätzlich verboten. Einzige Ausnahme: Demonstrationen. Hier ist keine Obergrenze vorgesehen. Es gilt allerdings die Maskenpflicht.

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Grossveranstaltungen wie das Openair Etziken sind verboten.

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Veranstaltungen bis 1000 Personen

Diese Veranstaltungen sind erlaubt. Bei mehr als 300 Personen müssen allerdings Unterteilungen in Sektoren von maximal je 300 Personen vorgenommen werden. Die Gruppen dürfen sich nicht untereinander vermischen, der Veranstalter muss zwecks Rückverfolgbarkeit die Kontaktdaten der Leute aufnehmen. 

Ohne Schutzmassnahmen (Mindestabstand von 1,5 Metern, Schutzwände zwischen den Personen oder eine Maskenpflicht) müssen Veranstalter die Menschen in Gruppen à je 100 Personen unterteilen. 

Bei öffentlichen Veranstaltungen wie Dorffeste, Theateraufführungen oder Konzerte mit über 100 Besucherinnen und Besuchern müssen eine Unterteilung in Steh- und Sitzplatzsektoren mit maximal 100 Personen vornehmen. Dies sofern weder der Abstand eingehalten werden kann noch Schutzmassnahmen ergriffen werden können. Die Kontaktdaten müssen für jedes Sektor einzeln erhoben werden. 

Restaurants

Es gelten die Schutzkonzepte der Gastrobranche. Zwischen den einzelnen Tischen muss etwa der Abstand von 1.5 Meter eingehalten werden. Befindet sich eine Trennwand zwischen den Gästegruppen, entfällt der Mindestabstand. Kann der Abstand zwischen den Gästegruppen nicht eingehalten werden, muss je eine Person in der Gruppe die Kontaktdaten angeben.

Die maximale Anzahl Gäste ist auf 100 Personen beschränkt. Ausser es können mehrere Gästebereiche voneinander getrennt werden. Dann sind 100 Personen je Bereich zugelassen. Es spielt dabei keine Rolle, ob das Lokal im Freien oder in einem geschlossenen Raum befindet.

Der Abstand zwischen den Gruppen muss 1.5 Meter betragen.

Der Abstand zwischen den Gruppen muss 1.5 Meter betragen.

Clubs und Bars

Clubs und Bars dürfen maximal 100 Personen einlassen. Betroffen sind Betriebe, in welchen weder der Sicherheitsabstand noch Schutzmassnahmen ergriffen werden können. Die Betreiberinnen und Betreiber von Clubs und Bars, in welchen die Konsumation zumindest teilweise stehend erfolgt, müssen seit dem 3.Juli die Kontaktdaten der Besucher aufnehmen und diese auch auf ihre Richtigkeit überprüfen. Entscheidet sich eine Bar allerdings für eine Sitzpflicht und können dadurch die Abstände eingehalten werden, gilt diese Einschränkung nicht mehr. Clubs könnten mit einem Schutzkonzept (etwa einer Maskenpflicht) mehr als 100 Personen hereinlassen.

Gottesdienste

Gottesdienste sind offiziell Veranstaltungen. Das heisst: Entweder braucht es Schutzkonzepte, oder aber die 100er-Regel kommt zum Zug.

Märkte

Märkte, aber auch Messeen, Gewerbeausstellungen und Jahrmärkte sind offiziell keine Veranstaltungen. Abstände müssen aber auch hier eingehalten werden.

Private Veranstaltungen

Für private Veranstaltungen wie Hochzeiten, Geburtstage, Familienanlässe, Anlässe privater Vereine, die nicht in öffentlich zugänglichen Einrichtungen oder Betrieben stattfinden (etwa in einem Garten oder auf einem Firmengelände) und deren teilnehmende Personen den Organisatoren bekannt sind, gilt einzig die Pflicht zur Beachtung der Empfehlungen des Bundesamts für Gesundheit (BAG) zu Hygiene und Verhalten. Es müssen also keine Masken getragen werden.

Läden, Museen, Kinos und ähnliche

Sämtliche öffentlich zugänglichen Einrichtungen und Betriebe müssen Schutzkonzepte erstellen und umsetzen. Die konkreten Konzepte erstellen jeweils die Branchen. Die grundlegenden Vorgaben sind jedoch für alle dieselben: Der Abstand muss eingehalten werden (Läden machen das etwa mit einer Beschränkung der Anzahl Menschen). Ist das nicht möglich (etwa beim Coiffeur), müssen Schutzmassnahmen umgesetzt werden, zum Beispiel Schutzmasken. Und ist auch dies nicht möglich, müssen die Kontaktdaten erhoben werden.

Kinos brauchen weiterhin Schutzkonzepte.

Kinos brauchen weiterhin Schutzkonzepte.

Sommerlager

Sommerlager sind laut Kanton offiziell keine Veranstaltungen. Damit gilt die kantonale 100er- Regel nicht. Es gelten die Richtlinien des Bundes: Lager sind mit Schutzkonzepten und Präsenzlisten möglich, und zwar mit maximal 300 Personen.

Sport

Seit dem 11.Mai sind im Breitensport Trainings in sämtlichen Sportarten und weiteren Aktivitäten wieder erlaubt. Seit dem 22. Juni dürfen in allen Sportarten wieder Wettkämpfe stattfinden. 

Arbeitsplatz

Homeoffice-Empfehlungen hat der Bund zwar offiziell aufgehoben. Arbeitgeber, auch in nicht öffentlich zugänglichen Betrieben, sind aber verpflichtet, ihre Arbeitnehmer zu schützen. Das heisst: Der Abstand muss eingehalten werden können, ist das nicht möglich, sind Massnahmen notwendig, etwa Homeoffice, Masken, oder eine Abtrennung der Arbeitsplätze.

Im öffentlichen Verkehr gilt Maskenpflicht.

Im öffentlichen Verkehr gilt Maskenpflicht.

Öffentlicher Verkehr

Im öffentlichen Verkehr ist das Tragen einer Maske Pflicht. Ausgenommen sind Kinder unter 12 Jahren und Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen keine Maske tragen können.

In Altersheimen gelten mitunter Zugangsbeschränkungen.

In Altersheimen gelten mitunter Zugangsbeschränkungen.

Reisen

Wer aus einem Gebiet mit erhöhtem Infektionsrisiko zurückkehrt, muss für 10 Tage in Quarantäne und sich innerhalb von 2 Tagen nach der Einreise beim Kanton Solothurn melden. 

Spitäler

Ohne ein umgesetztes Schutzkonzept dürfen Spitäler keine Untersuchungen, Behandlungen
und Therapien durchführen. Es gilt ein kontrolliertes Besuchsrecht. Die Regelungen dazu müssen die Spitäler in einem Besuchskonzept festhalten.

Alters- und Pflegeheime

Besuche in Altersheimen sind grundsätzlich wieder möglich, auch hier unter Einhaltung der Schutzmassnahmen. Nur Personen ohne Symptome dürfen Altersheime betreten. Wie im Heim selber die Schutzmassnahmen umgesetzt werden, entscheiden die einzelnen Heime selbst. Manche haben etwa eine Maskenpflicht eingeführt, andere lassen zusätzlich nur eine gewisse Anzahl Besucher aufs Mal zu oder haben bestimmte geschützte Besucherzonen definiert.

Heimbewohnerinnen und -bewohner dürfen sich wieder ausserhalb des Areals aufhalten.

Schulen

Im kommenden Schuljahr findet der Unterricht in ganzen Klassen an den Schulen statt. Sowohl in der Volksschule wie auch an den Mittel-, Berufs- und Hochschulen. Es gelten eigene Schutzkonzepte. An den Volksschulen ist der Hauptpunkt darin der Abstand zwischen Schüler und Lehrperson, die Schüler untereinander dürfen sich normal verhalten. Anders die nachobligatorischen Schulen: Dort müssen sich auch die Schüler untereinander an die Schutzkonzepte halten, allerdings «im Rahmen der Möglichkeiten». Plexiglasscheiben oder eine Maskenpflicht sind nicht vorgesehen.

Kitas

Kitas haben grundsätzlich offen. Beschränkungen der Gruppengrösse sowie Abstand zwischen den Kindern untereinander oder zwischen Kind und Betreuungsperson spielen mittlerweile eine untergeordnete Rolle. Schwerpunkte im Schutzkonzept sind der Abstand zwischen den Erwachsenen sowie das regelmässige Reinigen der Räumlichkeiten.

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