Aktuell sind es vorwiegend die Feuerwehr-Herznotfall-Gruppen, welche die entsprechenden Versorgungsaufgaben gegenüber der Bevölkerung wahrnehmen. Bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes betreuen sie Herznotfall-Patienten und führen Herzmassage sowie einen Defibrillator-Einsatz durch. «Damit leisten sie einen bedeutenden Beitrag an die Überlebenschance des Patienten», wie die Solothurner Spitäler AG mitteilt. «Noch ist der Kanton nicht flächendeckend bedient. Es werden also zusätzlich qualifizierte und engagierte Personen gesucht.» Dazu veranstaltet die Solothurner Spitäler AG zwei Infoveranstaltungen, bei denen sich Interessierte ausführlich informieren können. (siehe Kasten)

Starkes, weit verstreutes Netzwerk 

Die Solothurner Spitäler engagieren sich stark für diese wichtige Versorgung der Bevölkerung und haben eine Steuerungsgruppe für die Begleitung des Projektes «First Responder Kanton Solothurn» eingesetzt. Dabei arbeiten sie eng mit der Herzstiftung Olten, der Kantonalen Alarmzentrale der Polizei, der Solothurner Gebäudeversicherung, der Feuerwehr, dem Kantonalen Samariterbund und der Schweizerischen Herzstiftung zusammen. Die Erfahrungen aus anderen Kantonen (BE, FR, TI) fliessen in dieses Projekt mit ein.

Technische, zeitgemässe Alarmierung

Bei einem Notfall müssen die Rettungskräfte so schnell wie möglich informiert werden. Dazu wird eine eigens entwickelte Software in Betrieb genommen, um die Alarmierung zu verbessern. Von dieser Anpassung profitieren Herznotfallpatienten nun auch an Orten, die bisher nicht auf die Hilfe von ausgebildeten Einzelpersonen zählen konnten. Die Momentum Applikation funktioniert via Smartphone-Technologie. Sie ist anderenorts ausführlich erprobt worden und dort erfolgreich im Einsatz. Das Aufgebot der etablierten Feuerwehr-Herznotfall-Gruppen erfolgt vorerst noch mit dem alten Alarmsystem. (mgt/daa)