Kanton Solothurn

Die Solothurner Jäger kennen keine Nachwuchssorgen

Wer ein Jäger sein will, muss in den Unterricht. (Symbolbild)

Wer ein Jäger sein will, muss in den Unterricht. (Symbolbild)

5 Jägerinnen und 15 Jäger aus dem Kanton Solothurn erhielten das Brevet – wegen Corona allerdings ohne traditionelle Brevetierungsfeier.

20 Jungjäger haben im Kanton Solothurn den Jagdlehrgang erfolgreich abgeschlossen. Während ein bis zweier Jahre lernten sie den Umgang mit Jagdwaffen, übten die Schiessfertigkeit, eigneten sich vielseitiges Wissen an. Unterstützt werden die Jagdlehrlinge vom Verband Revierjagd Solothurn, der ihnen in Kursen das benötigte Basiswissen vermittelt. Weiter müssen die angehenden Grünröcke noch mindestens 25 Hegestunden vorweisen können.

Die Jagdprüfung ist aufgeteilt in eine praktische und eine theoretische Prüfung. Den praktischen Teil, in dem die Waffenhandhabung, das Verhalten auf einem Jagdparcours sowie das Schiessen mit Schrot und Kugel geprüft wird, wurde bereits im September 2019 absolviert.

Ende Juni fanden jetzt die theoretischen Prüfungen statt. Abgefragt wurden die Fächer Wildtierbiologie, Wild und Umwelt, Jagdpraxis sowie Jagdgesetze, Jagdgeschichte und Öffentlichkeit in mündlicher und schriftlicher Form. Vernetztes und zusammenhängendes Naturverständnis gehören ebenso zu einem zukünftigen Jäger wie die Kenntnisse über jagdbare und geschützte wildlebende Säugetiere und Vögel.

Coronakrise beeinflusste die Ausbildung

Bei der diesjährigen Prüfung war wegen Covid-19 einiges anders. So waren externe Besucher diesmal nicht zugelassen. Die zehn Experten und die beiden Personen von der Jagdverwaltung benötigten zwei Tage, um die Prüfung mit 25 Personen durchzuführen. Leider konnte aufgrund der Coronakrise die traditionelle und stimmungsvolle Breventierungsfeier nicht durchgeführt werden.

«Grundsätzlich kann von einem guten Jahrgang gesprochen werden, die Resultate sind, mit Ausnahme einiger weniger Ausreisser als gut bis sehr gut zu bezeichnen», fasste Daniel Hiltbrunner, Präsident der Prüfungskommission, zusammen. Von den 24 erfolgreichen Kandidaten haben 20 den Fähigkeitsausweis unmittelbar im Anschluss an die Prüfung erhalten. Zwei Kandidaten müssen noch einmal zur praktischen Prüfung antreten und zwei Kandidaten erhalten den Ausweis, sobald sie ein noch fehlendes Ausbildungsmodul besucht haben. Nur eine Person hat die Prüfung nicht bestanden.

Im Oktober steht dann für den nächsten Jahrgang bereits die praktische Prüfung an, die wegen der fehlenden Trainingsmöglichkeiten auf den Schiessanlagen (Covid-19) um einen Monat verschoben wurde.

Beim Jagdlehrgang muss viel Zeit investiert werden. Denn die Verantwortung eines Jägers ist gross, und so muss der Rucksack entsprechend gefüllt werden. Aber der Jagdlehrling ist nicht auf sich alleine gestellt. Viele von ihnen büffeln in Lerngruppen und besuchen zusätzlich noch eine Jagdschule. Auch stehen in den 66 Revieren im Kanton viele Jägerinnen und Jäger, den Lernenden mit Rat und Tat zur Seite.

Die neuen Jägerinnen und Jäger: Tamara Ackermann, Oensingen; Vanessa Arni, Messen; Manuela Rippstein, Egerkingen; Karin Schneeberger, Olten; Sonja Widmer, Schönenwerd. Andreas Baumberger, Nennigkofen; Fabian Buser, Rohr bei Olten; Josef Christ, Büsserach; Sascha Egger, Obergerlafingen; Dominic Gribi, Welschenrohr; Lukas Hofmann, Therwil; Silvan Hümbelin, Rohr bei Olten; Nicolas Misteli, Aetigkofen; Guido Möller, Wangen bei Olten; Marc-David Mötteli, Hägendorf; Lars Niederhauser, Lostorf; Harry Reist-Wyss, Stüsslingen; Lucas von Arx, Erlinsbach; Patrick Winkler, Aedermannsdorf; Marc Wüthrich, Bolken.

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