Jubiläumsfeier

Die KMU-Frauen sind weiterhin beflügelt unterwegs

Die KMU-Frauen Kanton Solothurn feierten ihr 20-jähriges Bestehen mit einer Diskussionsrunde und einem Fest.

Vor ziemlich genau zwanzig Jahren, nämlich am 9.9. 1999, wurde in Balsthal das Netzwerk «KMU-Frauen Kanton Solothurn» gegründet. Die mittlerweile rund 150 weibliche Mitglieder umfassende Institution konnte am vergangenen Wochenende mit einem Jubiläumsanlass auf Schloss Waldegg auf eine erfolgreiche Zeit zurückblicken. Gut 90 Frauen und auch acht Männer waren mit dabei. Auf dem Programm standen die Reden von Präsidentin Pia Stebler, Regierungsrätin und Volkswirtschaftsdirektorin Brigit Wyss, Corinne Aeberhard vom Schweizerischen Gewerbeverband und ein Impulsreferat durch Militärpilotin Danielle Ehrsam sowie ein Panelgespräch zwischen vier KMU-Frauen, moderiert durch Pia Stebler und Vorstandsmitglied Sylvia Leisi.

Pia Stebler stellte das abendliche Motto «Beflügelt unterwegs!» ins Zentrum. Sie verglich dabei die werktätigen Frauen mit Schmetterlingen. «Schmetterlinge sind Überlebenskünstler. Sie sind leicht, selbstlos, sehr anpassungsfähig, auch wählerisch und machen mehrere Metamorphosen durch. Vom Ei zur Raupe, zur Puppe und zum Schmetterling». Ähnlich gehe es berufstätigen Frauen. Ihre Biografien verlaufen in der Regel weniger gradlinig, als dies bei Männern der Fall ist. «Heute Berufsfrau, morgen Mutter und Familienmanagerin, übermorgen Wiedereinsteigerin, dann Politikerin, Grossmutter oder sogar alles miteinander.» Daher könnten Frauen nicht anders, als flexibel zu sein. Sie arbeiten oft auch, ohne ein «Gegengeschäft» zu erwarten. Stebler dachte an die vielen gemeinnützig arbeitenden Frauen oder die unbezahlte Familienarbeit.

Regierungsrätin Brigit Wyss erinnerte an das bisher Erreichte der Frauen und überbrachte die Glückwünsche des Gesamt-Regierungsrates. Vieles sei zwar noch nicht so, wie gewünscht. Gerade beim Thema «Arbeit und Familie» solle man öfters den Blick Richtung skandinavische Länder richten. Um diesbezüglich weiter zu kommen, seien gerade solche Netzwerke, wie die KMU-Frauen besonders wichtig.

Dies bestätigte auch Militärhelikopterpilotin Danielle Ehrsam, die als Mutter von zwei Kindern im Teenageralter zu 40 Prozent ihrer Arbeit in der Luft nachgeht. Und sie erwähnte: «Ohne Unterstützung von – oft männlichen – Vorgesetzten, wäre vieles nicht möglich gewesen.»
Im Panelgespräch, bei dem neben Danielle Ehrsam zusätzlich Christa Emminger, Leiterin Privatkunden AG/SO UBS, Anita Stebler, Co-Geschäftsführerin s: stebler und Claudia Wermelinger, CEO Almeta Recycling AG mitmachten, wurde klar, dass die Wirtschaft auf die gut ausgebildeten Frauen immer weniger verzichten kann. So sei es immer wichtiger, Arbeitszeitmodelle zur Verfügung zu stellen, welche Frauen ansprechen. Auch über das Thema «Fehler und Rückschläge» wurde diskutiert. Dies gehöre zum Arbeitsleben und müssen als Chancen wahrgenommen werden, auch wenn es Frauen oft noch schwerfalle.
Alle Panel-Teilnehmerinnen riefen auf positiv zu denken, auf das Bauchgefühl zu hören, Netzwerkanlässe zu besuchen und auch unkonventionelle Wege einzuschlagen.

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