Diese und mehr Zahlen sind der am Freitag veröffentlichten Bevölkerungsstatistik zu entnehmen. Ein Blick in die Geschichte zeigt, dass die Bevölkerungsentwicklung nicht linear verläuft. Ein starker Anstieg war zu Beginn der 1970er-Jahre bis 1974 verzeichnet worden. Danach folgte ein rezessionsbedingter Rückgang der Einwohnerzahl bis 1979, ab 1980 folgte dann wieder ein zunächst noch schwacher Anstieg. Ende der 1980er- und Anfang der 1990er-Jahre wurde jeweils ein jährliches Bevölkerungswachstum von über einem Prozent registriert. Das aktuelle Wachstum liegt mit 0,6 Prozent unter dem Durchschnitt der letzten Jahre.

Nach wie vor wächst die ausländische Wohnbevölkerung stärker als die schweizerische. Im Kanton Solothurn leben 211'452 Schweizerinnen und Schweizer und 63 296 Ausländerinnen und Ausländer. Der Ausländeranteil ist im vergangenen Jahr von 22,7 auf 23,0 Prozent gestiegen. Der grösste Teil der im Kanton lebenden Ausländer (70 Prozent) hat eine Niederlassungsbewilligung. Die häufigsten Herkunftsländer sind Italien, Deutschland und Kosovo, diese drei Nationalitäten machen zusammen fast 10 Prozent der ausländischen Bevölkerung aus. Die Asylsuchenden machen nur etwas mehr als ein Prozent der ausländischen Wohnbevölkerung aus, vorläufig Aufgenommene knapp zweieinhalb Prozent.

Das Gäu wächst am stärksten

Die Bevölkerungsentwicklung verlief im letzten Jahr regional unterschiedlich, jedoch weisen alle Bezirke ein – wenn auch zum Teil nur minimes – Bevölkerungswachstum auf. Überdurchschnittlich war es in den Bezirken Gäu (+ 1,98 Prozent), Bucheggberg (+ 0,86 Prozent) und auch Olten (+ 0,81 Prozent), dem mit 55'635 Einwohnern bevölkerungsreichsten Bezirk. Unterdurchschnittlich gewachsen ist neben den Bezirken Lebern (+ 0,43 Prozent), Dorneck (+ 0,31 Prozent), Gösgen (+ 0,12 Prozent) und Thierstein (+ 0,10 Prozent) auch die Stadt Solothurn: 79 Einwohner mehr, das entspricht einem Bevölkerungswachstum von 0,47 Prozent.

Olten bleibt mit 18 459 Einwohnern die grösste Gemeinde, Grenchen zählt aktuell 17 516, Solothurn 16 903 Einwohner.

Fortgesetzt hat sich im vergangenen Jahr die demografische Alterung. Seit dem Jahr 2000 ist der Anteil der über 65-Jährigen an der Gesamtbevölkerung von 15,8 auf aktuell 19,5 Prozent gestiegen. In der gleichen Zeitspanne hat der Anteil der unter 20-jährigen von 23,2 auf 19,0 Prozent abgenommen. Der Anteil der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter (20 bis 64 Jahre) ist im Jahr 2018 erneut leicht auf 61,5 Prozent gesunken 2017 waren es noch 61,8 Prozent.

Von den im Kanton Solothurn anerkannten Konfessionen bleibt die römisch-katholische Kirche mit 86 518 Seelen (–2,1 Prozent) die grösste Gruppe, die evangelisch-reformierte Kirche folgt mit 57 153 Seelen (–2,6%) an zweiter Stelle. Die christkatholische Kirche verzeichnet 1267 Mitglieder (–1,6 Prozent). (mou)