U.B. (Name der Redaktion bekannt) bleibt in Sicherheitshaft. Der mehrfach verurteilte Sexualstraftäter sitzt derzeit in Sion. Über Jahre hinweg schlich er sich in Häuser und betäubte Mädchen, um sie sexuell zu missbrauchen. Zuletzt schlug der 69-Jährige – in der Presse auch «Chloroform-Unhold» genannt – in Olten zu, wo er aber geschnappt werden konnte.

Darauf wurde B. 2012 zu einer stationären therapeutischen Massnahme in der Solothurner Justizvollzugsanstalt in Deitingen verurteilt. Weil diese vergangenes Jahr nicht verlängert wurde, kam B. nach Sion in Sicherheitshaft. Letzte Woche stand er dort auch vor dem Straf- und Massnahmenvollzugsgericht.

Im Raum stand die Verlängerung der Massnahme – oder die Umwandlung in eine lebenslange Verwahrung, da die bisherige Therapie laut Gutachten erfolglos sein soll. Der Verteidiger forderte aufgrund diverser Verfahrensmängel Freispruch. Das Gericht konnte bis anhin noch keinen Entscheid fällen.

Unter anderem auch, weil der Verteidiger für B. Einspruch gegen «prozessuale Schritte» erhoben hat, wie es auf Anfrage beim zuständigen Richter Marc Anthamatten heisst. Das Dossier befinde sich derzeit beim Kantonsgericht. Die Sicherheitshaft des 69-Jährigen wäre vorgestern abgelaufen und wurde nun bis zum 18. Mai verlängert. (NKA)