«Die diesjährige Mostobsternte sah bis Anfang Oktober noch nicht vielversprechend aus. Erst sehr spät haben dann die Äpfel ausgereift und eine hervorragende Grundlage für guten Süssmost geschaffen», betonte Philipp Gut, Co-Organisator des diesjährigen Süssmostwettbewerbs.

Zur Beurteilung des Apfelsafts trat eine sechsköpfige Jury an. Insgesamt waren 21 Muster von Apfelsäften, drei Apfel-Mischgetränke und ein Apfel-Schaumwein eingereicht worden. Bei der Degustation wurden die wichtigsten Merkmale gemäss Schweizer Obstverbande beurteilt: eine goldene Farbe, ein fruchtiger Geruch, ein intensives Geschmackserlebnis und eine harmonische Ausgeglichenheit von Säure und Süsse. Nur wer in allen Kategorien die Höchstzahl erreicht, kann die maximale Punktzahl von 20 erreichen.

Alle Säfte wurden in Gruppen von jeweils drei Proben beurteilt. Die Jury degustierte die anonymisierten Proben, beurteilte einzeln die Kriterien und diskutierte gemeinsam die Ergebnisse. Spannend, was sich aus einem Saft herauslesen lässt. So können die Degustatoren zum Teil den Reifegrad der Äpfel, die Sortenmischung oder die Verarbeitung beurteilen. Die Rückmeldungen helfen dann auch den Produzenten, ihre Produktion zu verbessern.

Die Ausgezeichneten

Karl Hürzeler aus Grod/Däniken erreichte mit seinem Süssmost 19 von möglichen 20 Punkten. An zweiter Stelle ist der Süssmost von Mathias Anderegg, Wangen, mit 18 Punkten. An dritter Stelle liegt André Ziegler, Brunnenthal, mit 17 Punkten. Das beste Resultat im Baselbiet erreichten Max und Käthi Salathé, Diegten, mit 17 Punkten. Bei den Mischgetränken erreichte René Meier, Metzerlen, 18 Punkte mit einem Getränk aus Süssmost mit 15 Prozent Kornelkirschen. Kein einziger Saft erreichte weniger als 13 Punkte. (fhs)