CRÉMINES
So kam das Video des Sikyparks zur Jerusalema-Challenge zustande

Der Zoo Sikypark bei Crémines macht bei der Jerusalema-Challenge mit und veröffentlichte dazu ein Video mit Spendenaufruf. Dieses erfreut sich auf Social Media grosser Beliebtheit. Der Tierpark berichtet darüber, wie das Projekt zustande kam und wie die aktuelle Lage ist.

Joel Dähler
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Der Tierpark Sikypark in Crémines nahe der Bern-Solothurnischen Grenze macht derzeit mit einem aufwendig produzierten Video auf sich aufmerksam. Darin tanzen Angestellte des Tierparks und machen damit an der sogenannten «Jerusalema-Challenge» mit.

Youtube: Sikypark

Das Video zeigt Angestellte des Tierparks tanzend in verschiedenen Kulissen des Tierparks. Claudia Flückiger, Leiterin für Marketing und Fundraising im Sikypark verrät:

«Wir haben alles <inhaus> produziert. Es gab drei Filmleute und eine Drohne war auch im Einsatz. Wir haben zudem einen jungen, begabten Mediamatiker im Team, der dann auch alles zusammengeschnitten hat.»

Auch der Tanz musste geübt werden. Die Tanzschritte seien zwar nicht so schwierig gewesen, aber es habe schon ein bisschen Übung gebraucht, meint Flückiger. Teilweise wurde sogar in der Freizeit und zuhause fleissig geübt. Schlussendlich ginge es aber nicht um perfekte Tanzschritte, sondern um die Lebensfreude und den Spass, der dahinter steckt.

Mit aufwendigen Drohnenaufnahmen wurde der Tanz der Angestellten zusammen mit den Tieren aufgezeichnet.

Mit aufwendigen Drohnenaufnahmen wurde der Tanz der Angestellten zusammen mit den Tieren aufgezeichnet.

Sikypark

Nachdem das Endergebnis Anfang April online veröffentlicht wurde, erfreut es sich auf der Facebookseite des Tierparks grosser Beliebtheit. Stand Mittwochmittag hat es nach fünf Tagen über 600 Likes, über 100 Kommentare und wurde mehr als 400 mal geteilt. Auch Flückiger bestätigt, dass man durchwegs positive Rückmeldungen erhalten habe. Auch das Team selbst habe sehr viel Freunde gehabt am fertigen Video.

Bei der Jerusalema-Challenge geht es darum, zum Lied «Jerusalema» von Master KG und Nomcebo zu tanzen. Weltweit wollen so verschiedene Organisationen während der belastenden Coronapandemie etwas Lebensfreude im Internet versprühen. Auch der Zürcher Zoo nahm an der Challenge teil, als Zeichen der Freude darüber, dass in der Schweiz Aussenbereiche von Zoos und Tierparks Anfang März wieder öffnen durften. Der Zürcher Zoo forderte dabei auch andere Tierparks auf, mitzumachen. Das liess sich der Sikypark nicht zweimal sagen.

Park offen, aber nur mit Einschränkungen

Auch der Sikypark durfte Anfang März wieder öffnen. Flückiger berichtet, dass es zwar recht gut laufe, jedoch müsse man gewisse Einschränkungen einhalten.

«Unsere Tierhäuser, z.B. die Tigerhäuser, müssen nach wie vor geschlossen bleiben, weil man da drinnen wäre. Auch unser Tagesprogramm, wo wir Tierpräsentationen haben wie z.B. eine Flugshow, können wir so nicht anbieten.»

Auch das Restaurant dürfe aktuell nur Take-Away anbieten. Natürlich würde man sich freuen, wenn man das Programm wieder vollumfänglich durchführen dürfte, aber man halte sich an die Regeln. Bis dahin müsse man auf den Bundesratsentscheid Mitte April warten und weiterhin kreative Lösungen suchen.

Loch in Kasse gerissen

Das Video zur Jerusalema-Challenge ist gleichzeitig auch ein Spendenaufruf. «Durch den Lockdown letztes und dieses Jahr sind die Einnahmen durch Eintritte weggefallen. Das hat ein Loch in die Kasse gerissen», erzählt Flückiger. Man dürfe nicht vergessen, dass der Tierpark ja nicht nur ein regulärer Tierpark sei, sondern sich als Tierrettungspark verstehe und somit eine Auffangstation und Tier-Seniorenresidenz sei. Zudem spiele auch die Wetterabhängigkeit mit in die Finanzen.

Spenden könne man auf viele verschiedene Arten: Entweder durch Spendengelder direkt oder durch den Kauf eines Jahresabonnements. Auch Tierpatenschaften gäbe es. Abschliessend betont Flückiger, dass sich im Park über die letzten Jahre viel getan habe. Für diejenigen, die als Kind das letzte Mal da gewesen seien, lohne sich daher ein Besuch auf jeden Fall.