Coronavirus
Der Kanton Solothurn passt die Organisation der Pandemiebewältigung an – und rechnet im Herbst mit einem erneuten Anstieg der Fallzahlen

Das Gesundheitsamt passt die Organisation zur Bewältigung der Coronapandemie an die aktuelle Lage an und bereitet sich auf künftige Entwicklungen vor. Die kantonalen Test- und Impfzentren bleiben in einem reduzierten Umfang in Betrieb.

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Die Impfkampagne des Kantons Solothurn.

Die Impfkampagne des Kantons Solothurn.

Patrick Lüthy

Das Gesundheitsamt des Kantons Solothurn ist seit 2020 federführend in der Umsetzung der gesundheitspolitischen Massnahmen der Pandemiebewältigung. Dazu gehören insbesondere Lagebeurteilung, Contact Tracing, Impfen, Testen, Zertifikate, Gesundheitsversorgung, Schutzmassnahmen und Kommunikation. Voraussichtlich Ende März 2022 werden die letzten nationalen Covid-Massnahmen auslaufen.

Es folge nun eine Übergangsphase, in der eine erhöhte Wachsamkeit und Reaktionsfähigkeit notwendig bleiben, heisst es in einer Mitteilung des Kantons. Wegen der Unsicherheiten der epidemiologischen Entwicklung werde diese Übergangsphase den gesamten Herbst/Winter 2022/23 umfassen und bis Frühling 2023 andauern. Danach sei eine Neubeurteilung nötig.

Der Kanton Solothurn stützt seine Mittelfristplanung auf mögliche Szenarien, die auf Grundlagen des Bundesamts für Gesundheit basieren. Im Fokus der Planung steht das aus heutiger Sicht wahrscheinlichste, mittlere Szenario: Dabei wird davon ausgegangen, dass es im Herbst wieder zu einem Anstieg der Fallzahlen und zu einem erhöhten Druck auf das Gesundheitssystem kommt.

Es wird angenommen, dass die Immunität bei einem Teil der Bevölkerung reduziert ist und es für diese Auffrischimpfungen braucht. Es wird mit einer starken Krankheitslast in den Spitälern gerechnet. Lokale Infektionsausbrüche müssen bewältigt werden und es besteht bei der Bevölkerung ein hoher Informationsbedarf.

Die Reaktionsfähigkeit aufrechterhalten

Weiter heisst es: «Um die Pandemiebewältigung beim Eintreffen des mittleren Szenarios sowie zur Vorbereitung auf ungünstigere Entwicklungen gewährleisten zu können, müssen das aufgebaute Know-how und ein Teil der Organisation erhalten bleiben.»

Der im Gesundheitsamt für die Pandemiebewältigung vorübergehend aufgebaute Personalbestand wird von 70 auf rund 25 Vollzeitstellen reduziert. Entsprechend werde ein Teil der befristeten Arbeitsverträge nicht verlängert.

«Sollte sich die epidemiologische Lage deutlich schlechter entwickeln als erwartet, so werden innert kurzer Frist die Kapazitäten hochgefahren und zusätzliches Personal rekrutiert.» Die Bereiche Testen und Impfen wurden an externe Anbieter vergeben. Damit bleibe die Flexibilität erhalten, um bei einer raschen Zunahme der Fälle die Kapazitäten in den Test- und Impfzentren kurzfristig wieder erhöhen zu können. (sks)

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