Corona-Massnahmen
Solothurner Beizen halten Zertifikatspflicht vorbildlich ein – bei Museen, Kinos und Fitnesszentren hapert es noch

322 Betriebe hat das Solothurner Amt für Wirtschaft und Arbeit seit Beginn der Zertifikatspflicht kontrolliert. Die allermeisten halten die Vorschriften ein. Wer das nicht tut, dem droht schlimmstenfalls eine Strafanzeige.

Raphael Karpf
Drucken
Teilen
Solothurner Beizen halten die Zertifikatspflicht vorbildlich ein.

Solothurner Beizen halten die Zertifikatspflicht vorbildlich ein.

Laurent Gillieron

Seit dem 13. September darf nur noch ins Restaurant, Fitness, Museum oder Kino, wer ein Zertifikat hat. Ob die Betriebe diese Auflage auch einhalten, wird kontrolliert. Im Kanton Solothurn vom Amt für Wirtschaft für Arbeit, unterstützt wird das Amt dabei von der Kantonspolizei.

Es sind keine Sonderkontrollen, die nun nur wegen des Zertifikats eingeführt wurden. Sondern dieselben Kontrollen, die schon seit kurz nach Beginn der Pandemie gemacht werden.

Doch während in früheren Phasen die Kontrolle anderer Schutzkonzepte, die etwa die Maskentragepflicht oder Abstände betreffen, im Zentrum standen, ist es nun die Zertifikatspflicht. Das Fazit: Seit dem 13. September wurden insgesamt 322 Betriebe im Kanton kontrolliert, bei 28 davon wurden Mängel festgestellt. Das sind knapp zehn Prozent.

Mit Abstand am häufigsten kontrolliert werden Gastronomie- und Beherbergungsbetriebe. Wenn man nur diese Branche anschaut, kommt man zum selben Ergebnis wie wenn man die Gesamtsituation betrachtet: rund neun von zehn Restaurants und Hotels halten die Massnahmen vorbildlich ein.

Entsprechend zufrieden ist man beim Amt für Wirtschaft und Arbeit. Daniel Morel, der Leiter der Abteilung Arbeitsbedingungen, schreibt:

«Die Zertifikatspflicht wird im Gastgewerbe grundsätzlich gut umgesetzt.»

Auch in Läden, Coiffeurstudios oder an Veranstaltungen wurden kaum Verstösse festgestellt.

Fehlende Masken sind der häufigste Verstoss

Nur bei den Indoor-Freizeit-Betrieben hapert es. Also bei Kinos, Museen und Fitnesszentren. Von den 21 Betrieben, die seit dem 13. September kontrolliert wurden, wurden bei sieben Verstösse festgestellt. Also bei einem von drei Betrieben. Bei der Umsetzung der Schutzkonzepte gebe es dort teilweise immer noch Anpassungsbedarf, so Morel.

Wie eingangs bereits erwähnt, wird nicht nur kontrolliert, ob die Zertifikatspflicht eingehalten wird. Sondern je nach Vorschrift auch die anderen Schutzkonzepte, etwa zur Maskentragepflicht. Und gerade bei den Masken würde man die häufigsten Verstösse feststellen, schreibt Morel.

Verwarnungen und Strafanzeigen

Die Konsequenzen für Betriebe, die gegen Vorschriften verstossen, sind unterschiedlich. Sie reichen von Verwarnungen und Nachkontrollen, ob die Betreiber nun Schutzkonzepte haben und diese auch umsetzen, bis hin zu Strafanzeigen, die bei der Staatsanwaltschaft eingereicht werden. Morel:

«Die Erfahrungen haben gezeigt, dass die Kontrollen notwendig sind und auch bei den Betreibern grossmehrheitlich erwünscht sind.»

Aus diesem Grund wird das Amt für Wirtschaft und Arbeit die Kontrollen bis auf weiteres auch aufrechterhalten.

Aktuelle Nachrichten