1154-mal wurde im vergangenen Jahr auf einem Solothurner Zivilstandsamt eine neue Ehe geschlossen. Damit haben sich 2018 fast gleich viele Paare trauen lassen wie 2017. Damals waren es 1169. «Bestes» Heiratsjahr war in der jüngeren Vergangenheit 2010. Damals trauten sich 1201 Paare.

Meist traten die Brautpaare in den wärmeren Monaten, also von Mai bis September, vor den Zivilstandsbeamten. Beliebteste Daten waren der 8. 8. 18 und der 18. 8. 18, wie Peter Naef, Leiter Zivistandsaufsicht beim Kanton, verrät.

Auch 12 eingetragene Partnerschaften wurden 2018 im Kanton registriert (2017 und 2016 jeweils 16).

Konservativ bei der Namenswahl

Keine Statistik führt der Kanton zur Frage, welchen Familiennamen die Brautleute wählen – ob die Frau den Namen des Mannes annimmt, ob beide ihren Nachnamen behalten oder ob der Mann den Namen der Frau annimmt. «Laut Angaben der Zivilstandsämter wählt der grösste Teil den Familiennamen des Mannes als Ehenamen. 

Vor allem auch, wenn noch Kinder geplant sind», sagt Peter Naef. Ein kleiner Teil – vor allem «ältere» Brautpaare – behält den bisherigen Namen. «Und ein ganz kleiner Teil wählt den Namen der Frau als gemeinsamen Ehenamen», so Naef.

Auch zum Durchschnittsalter der Frischvermählten gibt es keine genauen Zahlen. Laut den Zivilständsämtern ist der Grossteil der sich Trauenden zwischen 26 und 35 Jahre alt.

Bekanntlich dauert das vermeintliche Glück oft doch nicht für immer und ewig an: Wie viele Scheidungen es 2018 im Kanton gab, ist allerdings noch nicht bekannt. Die Solothurner Gerichte erheben diese Zahlen derzeit und werden sie in den kommenden Wochen publizieren können. In den letzten Jahren war ein Rückgang feststellbar: 2017 zählte man im Kanton 495 Scheidungen, 2016 waren es 698 gewesen. Dagegen waren es 2010 noch 809 Scheidungen. Seither sank die Zahl der in die Brüche gegangenen Ehen kontinuierlich. In der Regel wird eine Ehe nach ungefähr 15 Jahren aufgelöst.