Solothurn

Besucherplus im Alten Zeughaus dank Ausstellung zu P-26

Das Museum Altes Zeughaus in Solothurn blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück und hat auch die Coronakrise gut gemeistert.

Das Museum Altes Zeughaus MAZ in Solothurn präsentiert einen erfolgreichen Jahresabschluss für das Jahr 2019. Höhepunkte des letzten Geschäftsjahres waren die Sonderausstellung zur P-26, welche auf nationales Interesse stiess sowie die Nominierung des Hauses für den Europäischen Museumspreis. Der Regierungsrat habe den Geschäftsbericht 2019 des MAZ zustimmend zur Kenntnis genommen, teilt die Museumsleitung mit.

Im Geschäftsbericht legt der Museumsrat Rechenschaft ab über das dritte Jahr des MAZ in der neuen Rechtsform als selbstständige öffentlich-rechtliche Anstalt des Kantons. Der Museumsrat berichtet von den vielfältigen Arbeiten im Zusammenhang mit den Ausstellungs-, Sammlungs- und Vermittlungstätigkeiten des Hauses und weist darauf hin, dass sich die im Vorjahr eingeführten Bereichskonzepte bisher bewährt haben.

P-26-Ausstellung wird verlängert

Als einer der Höhepunkte des Geschäftsjahres wird die Sonderausstellung «P-26 – Geheime Widerstandsvorbereitung im Kalten Krieg» bezeichnet. Mit dieser Ausstellung habe das MAZ eine Schau organisiert, die weit über die Region hinaus für Aufsehen sorgte und grosse Diskussionen auslöste. Die Ausstellung habe gezeigt, dass dieses Kapitel der jüngsten Schweizer Geschichte noch nicht verarbeitet sei und nach wie vor Emotionen wecke. Da die Ausstellung coronabedingt geschlossen werden musste, wurde die Dauer nach erfolgter Wiedereröffnung bis zum Jahresende 2020 verlängert, um dem Besucherinteresse Rechnung zu tragen.

Als ganz besonderes Highlight des Geschäftsjahres kann die Nominierung des MAZ für den Europäischen Museumspreis 2020 erwähnt werden. Dieser Preis wird jährlich vom European Museum Forum vergeben. Der European Museum of the Year Award (EMYA) gilt als der wichtigste Preis der Museumsbranche. Infolge Corona konnte der Preis allerdings nicht wie vorgesehen Anfang Mai vergeben werden.

Eine weitere wichtige Aufgabe im Berichtsjahr stellte die Verbesserung der Lagerung der Schusswaffen dar. Neue Gewehrrechen und Schubladenstöcke erlauben eine massiv verbesserte Übersicht und einen einfacheren Zugriff zu einzelnen Objekten.

Coronakrise bis jetzt gut überstanden

Die Anzahl der Besucher des MAZ lag 2019 mit 12 702 Personen leicht über der des Vorjahres. Finanziell steht das Museum Altes Zeughaus auf einer gesunden Basis. Das Geschäftsjahr 2019 konnte mit einem Jahresgewinn von gut 35 000 Franken abgeschlossen werden. Dank der vorsichtigen Finanzplanung und effizientem Mitteleinsatz hat das MAZ auch die einschneidenden Massnahmen im Zusammenhang mit der Coronapandemie bisher gut überstanden.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter konnten im Homeoffice oder vor Ort weiterarbeiten. Von Kurzarbeit und Nachtragskrediten in Zusammenhang mit Corona blieb das MAZ verschont. Falls keine zweite Welle mit entsprechenden Einschränkungen erfolgt, sollten die Einbussen im laufenden Geschäftsjahr verkraftbar bleiben. 

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