Coronavirus

Bereits am Anschlag? So viele Intensivbetten hat der Kanton Solothurn wirklich

Drei Covid-19-Erkrankte benötigen in Solothurn seit dieser Woche Intensivpflege.

Drei Covid-19-Erkrankte benötigen in Solothurn seit dieser Woche Intensivpflege.

Sind die Intensivstationen im Kanton Solothurn bereits überlastet? Das suggerieren Medienberichte, die sich auf ein Monitoring der ETH berufen. Die Solothurner Spitäler AG gibt Entwarnung.

Ein Monitoring der ETH zeigt die Belegung der Intensivbetten in den verschiedenen Kantonen in Echtzeit. Ein erster Blick auf die Daten zeigte scheinbar: Die Intensivbetten im Kanton Solothurn sind schon alle belegt, sogar überbelegt. 25 Betten hat das Monitoring für den Kanton Solothurn registriert, 26 seien belegt. Grund dafür war laut der ETH ein Fehler bei der Datenerfassung. Mittlerweile hat die Hochschule das Monitoring angepasst: Nun werden 24 von 25 Betten als belegt angegeben. 

Müssen sich die Solothurnerinnen und Solothurner also Sorgen machen, dass für sie im Notfall kein Platz mehr ist auf der Intensivstation? Auf Nachfrage gibt die Solothurner Spitäler AG soH Entwarnung. "Für den Fall einer Zunahme der Hospitalisierungen sind wir vorbereitet und können rasch ANpassungen vornehmen, wenn es nötig ist", so die Medienabteilung der soH. 

Wie viele Intensivbetten mit Beatmungsgeräten im Kanton Solothurn tatsächlich zur Verfügung stehen, falls die Zahl der Covid-19 Patienten plötzlich stark ansteigt, zeigt die Allgemeinverfügung vom 5. Juni 2020 betreffend Anordnungen an sämtliche Spitäler des Kantons Solothurn. 

In Bezug auf die Anzahl der verfügbaren lntensivpflegeplätze in der soH gilt ein 3-Phasen-Modell:

In der Phase 0 herrscht Normalbetrieb. In dieser Phase werden im Kanton Solothurn 14 Intensivpflegeplätze mit Beatmungsgeräten betrieben.

In der Phase 1 werden 25 Intensivplätze mit Beatmungsgeräten betrieben. Damit dies möglich ist, wird der Operationsbetrieb in den Solothurner Spitälern angepasst.

In der Phase zwei - der zweiten Eskalationsstufe - könnten die Spitäler in Solothurn sogar 40 Intensivpflegeplätze mit Beatmungsgeräten betreiben. Dies in Zusammenarbeit mit den Privatspitälern, der Pallas Klinik AG und der Privatklinik Obach. 

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