Finanzausgleich

Armutsfaktor tiefer als erwartet: Dem Kanton Solothurn entgehen 3,5 Millionen Franken

Der entgangene Betrag geht nun an die anderen Kantone. (Themenbild)

Der entgangene Betrag geht nun an die anderen Kantone. (Themenbild)

Dem Kanton Solothurn werden gemäss dem Finanzausgleich 2020 3,5 Mio. Franken entgehen. Der Armutsfaktor fiel tiefer aus, als erwartet. Dieser hat den Vorgang verursacht.

Solche Nachrichten wünscht sich kein kantonaler Kassenwart – schon gar nicht zum Jahresanfang: Die Eidgenössische Finanzkontrolle (EFK) hat in der Nacht auf Dienstag ihren Bericht über den Finanzausgleich 2020 zwischen Bund und Kantonen freigegeben und dabei öffentlich gemacht, dass dem Kanton Solothurn in diesem Jahr rund 3,5 Millionen Franken entgehen, weil er «nicht in der Lage war, für das Jahr 2017 kumulierte Daten aus dem System der Ergänzungsleistungen für Familien zu liefern». Vielmehr übermittelte der Kanton als Alternative den Stand per Stichtag 31. Dezember.

Dass der Vorgang zu Ungunsten des Kantons ausfallen würde, weil der Armutsfaktor tiefer ausfiel als angenommen, war klar – nicht aber, in welchem Umfang. Nun geht die EFK von den erwähnten rund 3,5 Millionen Franken aus. Das ist auf der einen Seite viel Geld für einen Kanton, der nicht auf Rosen gebettet ist. Auf der anderen Seite nicht alle Welt, wenn man bedenkt, dass die Regierung für das laufende Jahr aus dem Finanzausgleichstopf rund 370 Millionen Franken erwartet. Der entgangene Betrag geht übrigens an die anderen Kantone. (bbr.)

Meistgesehen

Artboard 1