Armee-Einsatz
A5 bei Zuchwil: Wassermassen bringen Pumpen im Birchitunnel ans Limit

Der Birchitunnel der Autobahn A5 liegt stellenweise unter dem Grundwasserspiegel. Pumpen sollen verhindern, dass Wasser auf die Fahrbahn fliesst. Dumm nur, wenn alle 3 Pumpen ausfallen.

Christoph Krummenacher
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Die Autobahn A5 beim Eingang in den Birchitunnel.

Die Autobahn A5 beim Eingang in den Birchitunnel.

Oliver Menge

Wasser und Autofahren vertragen sich schlecht. Speziell wenn es ausserordentlich viel Wasser ist und die Autos besonders schnell fahren. Etwa auf einer Autobahn bei ausserordentlich starken Regenfällen. Zu so einer Situation kam es vergangene Woche auf der Autobahn A5 – jedenfalls fast.

Viel Wasser in kurzer Zeit

Was war passiert? Die Regenfälle erreichten in der letzten Woche bekanntlich Spitzenwerte. In Grenchen fielen Donnerstagnacht beispielsweise fast 65 Millimeter innert 24 Stunden. Das Wasser fliesst auf der Autobahn in spezielle Schächte am Rand der Fahrbahn.

Die Tunnel auf der Strecke zwischen Birchitunnel und Einfahrt Solothurn-Ost liegen zudem teils unterhalb des Grundwasserspiegels. Das bedeutet: Das Wasser muss abgepumpt werden, und zwar schnell.

Dafür betreibt das Bundesamt für Strassen (Astra) ein spezielles Pumpwerk auf dem Autobahnabschnitt. Dieses besteht aus drei Hochleistungspumpen. Doch letzte Woche kam das System an sein Limit.

Muss die Autobahn gesperrt werden?

Denn: Zuerst wurde nach einer Überprüfung festgestellt, dass zwei der drei Pumpen gewartet werden müssen. Im Normalfall reicht eine Pumpe aus, zur Sicherheit wurde zur Unterstützung ein Provisorium aus zusätzlichen Pumpen installiert. Das System funktionierte bis Ende Juni gut – bis der viele Niederschlag kam.

Aufgrund der grossen Wassermengen waren die Pumpen dann praktisch im Dauerbetrieb, erklärt Samuel Hool vom Astra Zofingen.

«Durch die starke Belastung zeigten sich bei der verbleibenden Hochleistungspumpe Betriebsschwierigkeiten.»

Ein Problem, denn: Fliesst das Wasser nicht genügend ab, ist die Verkehrssicherheit gefährdet, der Tunnel im Extremfall unpassierbar.

Doch glücklicherweise konnte die Armee dem Astra unter die Arme greifen. Derzeit unterstützt die Armee gemeinsam mit einem privaten Bauunternehmen mittels mobiler Pumpen das überlastete System vor Ort. Solange, bis die revidierten Pumpen wieder eingesetzt werden können. Gemäss Hool voraussichtlich bis Mitte August.

Angehörige der Armee im Einsatz im Pumpwerk zur Entwässerung der A5.

Angehörige der Armee im Einsatz im Pumpwerk zur Entwässerung der A5.

zvg

Die Lage in den Tunneln der Autobahn A5 ist also unter Kontrolle, versichert Hool. «Aufgrund des Einsatzes der Armee ist die Entwässerung der A5 sichergestellt.»

Die Armee bleibt an der A5 noch bis August im Einsatz.

Die Armee bleibt an der A5 noch bis August im Einsatz.

zvg