Kunstmuseum Olten

An der 35. Jahresausstellung sind viele Arbeiten bekannter Künstler zu finden

99 ausgewählte Werke von Solothurner Künstlern sind an der 35. Kantonalen Jahresausstellung 2019 der Solothurner Künstlerinnen und Künstler im Kunstmuseum Olten zu sehen.

Den Satz: «Allen Leuten recht getan ist ein unmöglich Ding», stellt Jurypräsident Markus Wyss an den Anfang seines Berichts zur Jurierung der 35. Jahresausstellung der Solothurner Künstlerinnen und Künstler im Kunstmuseum Olten und begründet auch gleich die Auswahl der Werke, die in den Räumen des Hauses präsentiert werden.

Aus 635 Arbeiten von insgesamt 172 Kunstschaffenden wählte die Jury – mit Markus Wyss waren noch Claudia Spinelli und Sebastian Utzni sowie beratend, ohne Stimmrecht Christoph Schelbert, Dorothee Messmer und Katja Herlach mit dabei – in einem mehrstufigen Verfahren 55 Positionen mit 99 Werken aus. 40 der Künstler stammen aus dem Kanton Solothurn, 15 davon sind Mitglieder der Kunstvereine Olten, Solothurn und der Kunstgesellschaft Grenchen oder der Visarte Sektion Solothurn.

Das Kunstmuseum Olten als Herausforderung

Das Kunstmuseum Olten mit seinen unterschiedlich grossen Räumen stellt für die Ausstellungsmacher jeweils eine Herausforderung dar. «Gleichzeitig bietet es sich gerade durch die unterschiedlichen Raumgrössen an, die Schau zu akzentuieren und zu strukturieren», sagt Katja Herlach, Co-Leiterin des Kunstmuseums Olten. Eingegeben wurden einige Installation und Skulpturen sowie Videoarbeiten, dennoch liegt der Schwerpunkt der Arbeiten im Bereich der Malerei und der Zeichnung.

In diesem Jahr sind viele Arbeiten von bekannten und arrivierten Kunstschaffenden zu finden. Wenige neue Namen lassen sich ausmachen. Auffallende Arbeiten von weniger Bekannten stammen von Merhaba Schaich – zwei grossformatige Acrylbilder –, die Stuhl-Installation von Nicolle Bussien «Nimm Platz» oder die Videoarbeit «ohne Titel» von Karin Heinrich. Markant auch die Auseinandersetzung mit dem Frausein einiger Künstlerinnen.

Der inzwischen für die Oltner Ausstellung schon zur Tradition gewordene Weihnachtsbaum wurde von Fritz Breiter zum «Geldbaum» umgestaltet: Ein Nadelbaum, behängt mit alten, unbrauchbar gewordenen Geldscheinen aus aller Welt. Die Frage nach der Beständigkeit eines Wertes stellt sich hier unmittelbar. Überraschend sind die Arbeiten von Fritz Hari und Lex Vögtli. Im wahrsten Sinn des Wortes herausragend präsentiert sich die Arbeit «Relax» von Andreas Schneider: Eine Installation aus rosa gefärbtem Styropor von rund 850 Metern Höhe, welche durch die verschiedenen Stockwerke des Kunstmuseums «wächst».

Bis 12.1.2020. Di-Fr 14-17 Uhr; Sa/So/Feiertage 10-17 Uhr. 25.12.und 1.1.2020. geschlossen

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