Unterramsern

Alte Brennerei zeigt Kunst von Cuno Amiet bis H.R. Giger

Die Alte Brennerei in Unterramsern lädt zur alljährlichen Weihnachtsausstellung. Dieses Jahr sind mehrheitlich Skulpturen zu sehen.

Es ist bereits eine schöne Tradition geworden, dass sich im idyllischen Unteramsern zur Vorweihnachtszeit einige der Besten der modernen Kunst ein Stelldichein geben. Zwar nicht gleich alle persönlich, denn nicht mehr alle Künstler, deren Werke in der Galerie Alte Brennerei zu finden sind, weilen noch unter uns. Viele andere hingegen erfreuen sich des Lebens und gehören seit Bestehen der Galerie in der Alten Brennerei zum Ausstellung-Portfolio.

So bietet die jährliche «Weihnachtsausstellung» jeweils einen Überblick über das Schaffen jener Künstler, denen sich die beiden Galeristen Tom Gantner und Alfred Maienfisch in den vergangenen neun Jahren, seit Bestehen der Galerie, gewidmet haben.

Mehrere Klein-Skulpturen - auch von H.R. Giger

Diesmal sind es mehrheitlich Skulpturen, eher kleinformatige, die zu sehen sind. Und zwar Arbeiten von Pi Ledergerber, Patrick Kaufmann, Till Augustin, Rudolf Tschudin, Heiko Schütz, Jean Mauboulès und vielen anderen. Malerei oder Drucke gibt es von Cuno Amiet, Otto Fröhlicher, Ruedi Butz, Jean Tinguely oder Alfred Hofkunst zu bewundern.

Das Spektrum ist breit und spektakulär. Insbesondere auch, weil die beiden Galeristen zum Museum von H.R. Giger in Greyerz und der Nachlassverwalterin und Witwe des Künstlers einen guten Draht haben. So können sie in den einmalig morbiden Ausstellungsräumen zum wiederholten Mal ein paar kleinere und auch ältere Skulpturen, Lithos und Airbrush-Bilder aus dem reichen Schaffen des 2014 verstorbenen Alien-Künstlers vorstellen.

Ins Auge springt die in goldener Bronze gegossene Nubian Queen – schlank, erotisch und geheimnisvoll, wie alle Giger-Frauenfiguren. Zu entdecken sind aber auch Kopfstudien in verschiedenen Materialien, einige – so ist erkennbar – sind noch in der Vor-Alien-Zeit entstanden, lassen aber bereits die charakteristisch-monsterhaften Gesichtszüge erkennen. Bemerkenswert ist eine silbern schimmernde Urne mit Gigers Symbolen. Mit welchem Gegenstand lässt sich seine Kunst besser verbinden?

Das Interesse an H.R. Gigers Kunst sei ungebrochen, sagt Galerist Tom Gantner, der sich natürlich freut, durch diese international gesuchte Kunst eine besonders potente Schar von Kunstinteressierten in den Bucheggberg «locken» zu können.

Bis 22.12. Fr 18-20 Uhr; Sa/So 14-18 Uhr. Am Sa, 14. 12. Spezial-Event «Fondue in der Kunst». www.altebrennerei.net/reservation

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