Kunsthaus Grenchen

Alle Techniken sind «en vogue»: Ausstellung der besten Druckgrafiken aus den letzten zwei Jahren

Das Kunsthaus Grenchen präsentiert «Impression» und zeigt, was Aline Stalder im Künstleratelier Paris bewegte.

Kunstschaffende aus der ganzen Schweiz waren aufgerufen, sich für die Druckgrafik-Schau «Impression», die alle zwei Jahre im Kunsthaus Grenchen durchgeführt wird, zu bewerben. «Eingereicht wurden 172 Eingaben, ein gutes Drittel davon, nämlich 50 Positionen wurden von der Jury ausgewählt», erklärt Kunsthaus-Leiterin Claudine Metzger. Bedingung an die Kunstschaffenden war, dass lediglich Werke, die in den vergangenen zwei Jahren entstanden sind, eingereicht werden dürfen. Die Jury setzte sich dieses Jahr aus Carol Haensler, Direktorin der Villa die Cedri, Bellinzona; Thierry Perriard, Künstler und Mitglied der Xylon – Vereinigung der Holzschneider und Christof Schelbert, Künstler und Präsident des Kunstvereins Olten zusammen. Beratend waren noch Claudine Metzger und Sarah Elser vom Kunsthaus-Team mit dabei.

Die Druckgrafik gehört zu den vielseitigsten künstlerischen Produktionsverfahren und motiviert Künstler immer wieder zum Experimentieren. Die schweizweit ausgeschriebene Impression in Grenchen will neue druckgrafische Tendenzen aufspüren, aber auch auf die traditionellen Arbeitstechniken des Druckens hinweisen.

Augenfällig ist, dass Künstlerinnen und Künstler aller Alterskategorien in der Ausstellung zu finden sind. Der älteste hat Jahrgang 1939, die Jüngste Jahrgang 1992. Allerdings sind sie mehrheitlich in der deutschen Schweiz Zuhause. Die Jury gab den traditionellen Druckverfahren den Vorzug, entsprechend sind digitale Verfahren nur dann aufgenommen worden, wenn sie in Kombination mit traditioneller Technik Verwendung fanden. Oft wurden die Druckergebnisse malerisch bearbeitet von Hand bearbeitet, so dass jeweils ein Unikat entstand. Einige Kunstschaffende haben sich zum Ziel gesetzt, für ihre Arbeiten naturbelassene Druckunterlagen und Farben zu verwenden. Ein oft wiederkehrendes Thema ist die Eisberg- oder Gletscherschmelze. Im seperat ausgeschiedenen Bereich im 1. Stock des Altbau des Kunsthauses wird die Reihe «20m2 - Fenster ins Atelier von...» mit einer Installation der Solothurnerin Aline Stalder weitergeführt. Sie zeigt dort eine Mixed-Media-Arbeit, die im Januar bis Juni dieses Jahre im Atelierstipendium des Kantons Solothurn in Paris entstanden ist. Stalder beschäftigte sich dort intensiv mit dem Leben und den Arbeiten bretonischer Schafhirten und adaptierte deren Lebensformen auf ihr eigenes Umfeld und die Lebenssituation im Pariser Atelier.

«Impression» im Kunsthaus Grenchen bis 23. Feb.

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