Fall Nathalie

8-Jährige missbraucht: Gegen den Vater läuft eine Strafuntersuchung

Der Vater missbrauchte seine Tochter wiederholt sexuell (gestellte Aufnahme, Symbolbild)

Der Vater missbrauchte seine Tochter wiederholt sexuell (gestellte Aufnahme, Symbolbild)

Die «Basler Zeitung» spricht von «Behördenversagen», der «Blick» von «satanistischen» Ritualen, wenn es um den Fall jenes 8-jährigen Mädchens geht, das von seinem Vater sexuell missbraucht worden sein soll. Der als Fall Nathalie bekannte Kindesschutz-Fall erregt über die Grenzen des Kantons hinaus Aufsehen.

Und es kommt Bewegung in die Geschichte, über die diese Zeitung am Mittwoch berichtet hat. Die Staatsanwaltschaft bestätigt, dass gegen den Kindsvater eine Strafuntersuchung läuft, nachdem bereits Mitte Monat eine Hausdurchsuchung stattgefunden hatte. Es geht um mehrfache sexuelle Handlungen, Vergewaltigung und Nötigung sowie Pornografie und Drohung.

Doch auch die Behörden kommen ins Visier der Strafverfolgung. Gegen zwei Ärztinnen der Kinder- und Jugendpsychiatrie läuft ein Verfahren wegen Verletzung des Berufs- und Amtsgeheimnisses. Diese informierten zwar die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Dorneck-Thierstein über die schockierenden Aussagen des Mädchens, nicht aber die Strafverfolgungsbehörden. Zudem bedienten sie den beschuldigten Kindsvater mit den Erkenntnissen – mit Blick auf die Beweismittel eine erhebliche Gefährdung des Strafverfahrens.

Die entsprechenden Verfügungen der beiden Staatsanwaltschaften an die Betroffenen liegen nunmehr vor. Und ein Ende ist noch nicht abzusehen. Auch nicht für die Kesb. Sie ist zum einen mit einer Aufsichtsbeschwerde eingedeckt, die derzeit vom Amt für Soziale Sicherheit geprüft wird; zum andern steht eine Strafanzeige gegen die Beiständin und eine weitere Exponentin der Sozialregion Dorneck in Aussicht, die den Kindesschutz-Fall führt. (bbr)

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