Verschmutztes Abwasser führte diese Woche unter anderem im Gebiet der Kläranlage zu einem beunruhigenden Gestank, nachdem in einem Werk der ETA durch die Vorbehandlungsanlage eine Chemikalie ins Abwasser geraten war. Ein einmaliger Zwischenfall, wie die ETA auf Anfrage sofort erläuterte. Hansjörg Ryser vom Amt für Umwelt hat den Vorfall inzwischen analysiert und bestätigt den Sachverhalt: Rund 18 Liter eines phenolarthaltigen Wassergemischs haben Schuld. Aufgrund des geringen Anteils bestand und bestehe aber keine Gefahr für die Umwelt. «Der Stoff ist sehr geruchsintensiv und schnell austreibend», was zu dem unüberriechbaren Gestank geführt hatte.

Entgegen ersten Annahmen steht auch fest, dass der Stoff nicht von der ETA selbst kam. Im Werk werden legalerweise auch Sonderabfälle von externen Firmen angenommen. Die Chemikalie kam von einem Industriebetrieb, der seit Jahren bei der ETA entsorgt. Sanktionen gibt es keine, es wird von einem einmaligen, irrtümlichen Vorfall ausgegangen. Allerdings müsse die ETA die Eingangskontrolle verbessern, so Hansjörg Ryser. Derartige Stoffe sind nicht risikofrei und müssten zur Entsorgung verbrannt werden. (fup)