Regionalflugplatz Grenchen
Zwei von fünf Varianten zur Pistenverlängerung sollen weiterentwickelt werden

Der Regierungsrat verlangt weitere Abklärungen zur Anpassung der Piste des Regionalflugplatzes Grenchen und empfiehlt, die zwei Varianten Unterführung und Umfahrung zu vertiefen. Er will auch die Gesamtzahl der Flugbewegungen neu definieren.

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Ein Flugzeug im Anflug auf den Regionalflugplatz Grenchen.

Ein Flugzeug im Anflug auf den Regionalflugplatz Grenchen.

Hanspeter Bärtschi

Die Regierung hat von einem Variantenvergleich für die Pistenanpassung des Regionalflugplatzes Grenchen (RFP) Kenntnis genommen. Einen definitiven Entscheid zum heutigen Zeitpunkt erachte er aber für verfrüht, heisst es in einer Mitteilung der Staatskanzlei vom Montag. Der Regierungsrat empfiehlt den Flugplatz-Verantwortlichen, zwei von fünf Varianten der Pistenanpassung nach Westen weiter zu vertiefen.

Unterführung oder Umfahrung

Bei der Variante «Pistenanpassung West mit Unterführung Kantonsstrasse» sind laut Regierungsrat die Finanzierungsfragen zu klären und dazu spezifische Vorschläge zu entwickeln.

Pistenanpassung West mit Unterführung Kantonsstrasse Die Pistenanpassung um 450 Meter erfolgt in dieser Variante vollumfänglich gegen Westen. Die Kantonsstrasse wird unter der Piste hindurch geführt.

Pistenanpassung West mit Unterführung Kantonsstrasse Die Pistenanpassung um 450 Meter erfolgt in dieser Variante vollumfänglich gegen Westen. Die Kantonsstrasse wird unter der Piste hindurch geführt.

zvg

Bei der Variante «Pistenanpassung West mit Umfahrung Kantonsstrasse Variante 2 (weit)» sei insbesondere aufzuzeigen, wie die negativen Auswirkungen auf Raum und Umwelt minimiert werden könnten.

Pistenanpassung West mit Umfahrung Kantonsstrasse Variante 2 Die Pistenanpassung um 450 Meter erfolgt in dieser Variante vollumfänglich gegen Westen. Die Kantonsstrasse wird grossräumig um die Piste herum geführt.

Pistenanpassung West mit Umfahrung Kantonsstrasse Variante 2 Die Pistenanpassung um 450 Meter erfolgt in dieser Variante vollumfänglich gegen Westen. Die Kantonsstrasse wird grossräumig um die Piste herum geführt.

zvg

Aus dem Variantenvergleich geht hervor, wie die Auswirkungen und die Umsetzungsmöglichkeiten der einzelnen Varianten eingeschätzt werden: Die «Pistenanpassung West mit Unterführung Kantonsstrasse» stellt die Variante mit den geringsten negativen Auswirkungen - abgesehen von den hohen Kosten - dar.

Die Variante «Pistenanpassung West mit Umfahrung Kantonsstrasse West Variante 2 (weit)» stellt hinsichtlich der Auswirkungen, der Kosten und der möglichen Ausgleichs- und Ersatzmassnahmen für den Regierungsrat die zweitbeste Möglichkeit dar.

Neue Definition

Mit der Pistenanpassung sieht der Regierungsrat auch Möglichkeiten, weitere Verbesserungen und Optimierungen rund um den Regionalflugplatz zu prüfen. So soll beispielsweise die Gesamtzahl der Flugbewegungen neu definiert und die künftige Rolle der Geschäftsfliegerei im Verhältnis zur Ausbildungs- und Freizeitfliegerei geklärt werden.

Mit gezielten Anpassungen am Betriebsreglement liesse sich nach Meinung des Regierungsrates auch die Lärmbelastung für die ansässige Bevölkerung reduzieren.

Neue Sicherheitsbestimmungen

Der Regionalflugplatz Grenchen zählt pro Jahr rund 78'000 Flugbewegungen. Eine Pistenanpassung ist notwendig, weil in der Schweiz auf Flugplätzen seit 2008 höhere EU-Sicherheitsbestimmungen gelten.

Diese haben in Grenchen dazu geführt, dass die bestehende Piste nicht mehr in der gesamten Länge genutzt werden kann. Mit einer Verlängerung der Piste um 450 Meter will der Regionalflugplatz den Besitzstand von vor 2008 wieder herstellen. (mgt/ldu)

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