Elf Clubs traten gegeneinander an, über 150 Startnummern wurden herausgegeben. Der Wettkampf zog rege Zuschauerschaft an. Hauptsponsor war die Regiobank und für Verpflegung war durch die Festwirtschaft gesorgt. Gefahren wurden die Kategorien Einer-Kajak (K1), Einer-Kanadier (C1) und Zweier-Kanadier (C2).

Beide Aaremeister abgelöst

Beide letztjährigen Aaremeister mussten sich im nationalen Kanuslalom mit dem zweiten Rang zufrieden geben. Der Bieler Gelindo Chiarello (Junior) unterlag mit genau zwei Sekunden dem Basler Manuel Munsch (Allgemein), der letzte Woche die Schweizermeisterschaft im Slalom gewann und bei der Männerelite mit von der Partie ist. Er erreichte das Ziel nach genau 114.99 Sekunden.

Sowohl der Erst-, als auch der Zweitplatzierte fuhren sehr sauber und ohne Strafsekunden. «Auf der Aare gibt es mehr Strömung als in anderen Gewässern, die man sich zunutze machen kann. Je mehr Kraft hier jemand aufbringen kann, umso mehr kann er oder sie profitieren», erklärte OK-Präsidentin Sonja Baumgartner, die als einzige Grenchnerin antrat und den vierten Rang bei den Frauen erreichte.

Genauso sauber fuhren die ersten beiden Frauen im Kampf um den Titel der Aaremeisterin. Die Solothurnerin Melanie Mathys (Allgemein) schlug Naemi Brändle (Schülerin) mit 134,94 Sekunden. Brändle brauchte fast fünf Sekunden länger bis zum Ziel.

Beim Mannschaftsslalom starteten drei eines Teams gleichzeitig, wobei der letzte jeweils die Zeit stoppte. Dieser Wettkampf gestaltete sich technisch sehr anspruchsvoll.

Ein Rennen offen für alle

Die Aaremeisterschaft ist das grösste Rennen der Schweiz und für den Nachwuchs ein sehr grosses Sprungbrett. Während am Sonntag die Rennen stattfanden, wurde am Samstag vornehmlich trainiert. Als Abschluss des Trainingstags wurde zum ersten Mal ein Standing up Paddling Rennen durchgeführt.

Mitmachen konnten bei diesem Plauschturnier die Mitglieder von Kanuclubs aber auch Interessierte aus der Region. So gingen neben den versierten Wassersportlern zehn Schülerinnen und Schüler, eine Lehrerin und einige Väter und Mütter aus Grenchen an den Start. Zu Zweit oder allein wurde auf den Surfbrettern balanciert, die man mit dem Ruder vorwärts trieb. Es galt die baumelnden Tore zu passieren.

Dieses Rennen ersetzt auch künftig den Schulhaus- und den Neuroncup, die beide letztes Jahr zum letzten Mal durchgeführt wurden. Der dritte Platz erreichte bei den Herren und Kids Grenchner Schüler Joaquin Schlup.