Bettlach
Zusätzliche Tische und Bänke trotz Hudelwetter benötigt

Trotz kühler Temperaturen war das erstmals vom «Bettle-Verein» organisierte Zähnteschür-Fest ein voller Erfolg. Aufgrund der vielen Besucher mussten die Organisatoren sogar zusätzliche Bänke und Tische hervorholen.

Kaspar Haupt (Text und Bilder)
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Start der Kategorie 7 beim Raiffeisen-Kinderlauf (ganz links die spätere Siegerin Alexandra Häfliger).

Start der Kategorie 7 beim Raiffeisen-Kinderlauf (ganz links die spätere Siegerin Alexandra Häfliger).

Solothurner Zeitung

Genau zum Beginn des Zähnteschür-Fests am Freitagabend verabschiedete sich stürmisch und regnerisch der Hochsommer. Schlagartig wechselten schwülheisse Temperaturen zu Kaltfront und Regenschauern. Doch schon bald hellten sich die Minen der Helfer wieder auf. Denn im Laufe des Abends, und nachdem sich Regen und Wind gelegt hatten, erschienen die Bettlacher zu ihrem Zähnteschür-Fest.

Auch die Musikgesellschaft, mit ihrem neuen Dirigenten Roman Walker, belebte das Publikum mit ihren Melodien. Und die Stimmung erreichte einen Höhepunkt, als die Krachwanzä, etwa 50 Musikerinnen und Musiker mit Pauken, Trompeten und Posaunen, zum fulminanten Knallbonbon schräger Töne bliesen. Beim Strassenhockey-Klub im Festzelt gegenüber der Zähnteschür ging inzwischen die Post ab bei Discomusik und Ramba-Zamba-Stimmung.

Auf die Plätze, fertig, los!

Der Blick zum Jura verhiess am Samstagnachmittag nichts Gutes. Doch als man die Vorbereitungen für den Raiffeisen-Kinderlauf traf, hellte sich auch der Himmel auf. Die Organisation des Laufes lag in den Händen des Turnvereins. Über 50 Kinder warteten fieberhaft auf den Start. Nach einer gemeinsamen Einlaufrunde wurde es ernst. Gestaffelt nach Jahrgängen und aufgeteilt in Mädchen und Knaben, startete Sämi Huber die einzelnen Kategorien. Die Kleineren, von Jahrgang 2004 bis 2006, liefen eine Runde. Der Kleinste, Aurel von Arx (2006), schaffte es in 1,52 Minuten und Roman von Burg (2004) in 1,32 Minuten. Die nächstfolgenden Kategorien mussten dann zwei Runden laufen. Alexandra Häfliger (2000) schaffte es in 2,58 Minuten, während Livio Probst (1999) mit 2,53 Minuten der schnellste Bettlacher wurde. Ein Erlebnis für die ersten drei Läufer war sicher die Medaillenübergabe durch Thomas Lüdi von der Raiffeisenbank.

Inzwischen war das eingetroffen, was man am Freitag in den kühnsten Träumen nicht erhofft hatte. Es wurde ein Fest für Jung und Alt. Denn riesig war der Besucherandrang auch vor der Zähnteschür. Zusätzlich musste man noch Tische und Bänke am Strassenrand aufstellen. Die Trattoria mit Penne und Spaghetti und die Zähnteschür-Beiz mit ihren Grilladen hatten alle Hände voll zu tun, um alle Wünsche schnell zu erfüllen. Nebst den verschiedenen Cafés war das Kuchenangebot bei den «Crazy Label» sagenhaft. Es schien, als ob ganz Bettlach auf den Beinen war.

Organisation durch «Bettle-Verein»

Man muss alte Traditionen nicht aufgeben, um etwas Neues anzufangen. Denn für das traditionelle Zähnteschür-Fest zeichnet der «Bettle-Verein» verantwortlich. «Eigentlich wollte der Zähnteschür-Verein das Handtuch werfen», ist von Res Bur zu vernehmen, der den «Bettle-Verein» präsidiert. Eine Institution, die sich seit Jahren mit Erfolg für kulturelle Anlässe einsetzt, wie die Fasnacht oder das Bettlefest. Nun steht auch das Zähnteschür-Fest 2011 neu unter der Leitung des «Bettle-Vereins». Erfreulich haben sich die Mitglieder bereit erklärt, als Helfer mitzuwirken. Neu engagiert sich der Turnverein Bettlach und eine neue junge Gruppe Leute mit Namen Crazy Label.

Die spontane Zusage der beiden neuen Vereine zeigt, dass das Zähnteschür-Fest seinen festen Platz im kulturellen Dorfleben eingenommen hat. Während die Crazy Labels das Café Güggs führen, ist der Turnverein in der Zähnteschür-Beiz im Festzelt beschäftigt. Die Bar gegenüber wird allerdings ohne Bettle-Bier vom Strassenhockeyclub geführt. Helfer, auf die man immer zählen kann, sind die Comitato Genitori. «All diese guten Geister sind bereit, das Ihre dabei beizutragen, dass das Zähnteschür-Fest mitten im Dorf auch weiterhin stattfinden kann», sagte Res Bur.

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