Die Zusammenführung sollte unter anderem Synergien nutzen lassen und mittelfristig Kosteneinsparungen ermöglichen. Doch von Kosteneinsparungen kann aus Sicht der SVP nicht die Rede sein, sie ist mit Bezug auf den Voranschlag 2012 davon überzeugt, dass diese steigen. Richard Aschberger, Präsident der Ortspartei, hatte an der letzten Gemeindeversammlung eine dringliche Motion eingereicht, die den sofortigen Marschstopp von «Schutz & Rettung» und deren Auflösung forderte.

Die Motion wurde von der Mehrheit als nicht dringlich beurteilt. Motionär Aschberger meint, es sei vorstellbar, die Motion allenfalls in ein weniger verbindliches Postulat umzuwandeln. Ihm gehe es vor allem um die mangelnde Kostentransparenz. Er habe Angst, die versprochenen Chancen könnten vielleicht gar nicht eintreffen. Angesichts dessen, dass die Kosten der Regionalen Zivilschutzorganisation in sechs Jahren um einen Viertel gestiegen sind, sei es umso wichtiger, Zwischenbilanz zu ziehen. In der Motion heisst es abschliessend, die neue Organisation sei zum Scheitern verurteilt.

Einsprarungen mittelfristig möglich

Der frühere Projektleiter Beat Käch erklärt auf Anfrage, er sei erstaunt, dass nur drei Monate nach dem offiziellen Start im September ein solcher Vorstoss eingereicht wird, auch wenn es stets Widerstand gegeben habe. «Ein Kind, das geboren wird, kann auch nicht vom ersten Tag an laufen.» Mittelfristig sollen Einsparungen möglich sein. Die Motion dürfte dennoch noch zu reden geben. Die neue Stelle, welche vom Zivilschutzchef in Personalunion geleitet wird, ist noch nicht vollständig akzeptiert.

Die Dringlichkeit der Motion wurde an der Versammlung mit 125 zu 94 Stimmen abgelehnt. Unter den fast 100 Befürwortern soll sich so mancher Feuerwehrmann befunden haben. 314 Stimmberechtigte waren erschienen. Das Thema wird nun an der nächsten Gemeindeversammlung traktandiert. (fup)