Grenchen Marktplatz

Zur Belebung der Innenstadt: «Bühne frei für den Märetplatz» nach Zwangspause gestartet

Rund 60 Personen nahmen am Gottesdienst im Festzelt teil.

Rund 60 Personen nahmen am Gottesdienst im Festzelt teil.

Nach einer Coronabedingten Zwangspause von zehn Tagen konnte das Programm unter dem Stadtdach und im Zelt weitergehen. Und es geht gleich richtig los, mit Fifa-Gameturnier und etlichen Blockbustern auf dem grossen Bildschirm.

Dieser Sommer ist fast in jeder Beziehung aussergewöhnlich, Corona lässt grüssen. Und doch setzt die Stadt Grenchen ein Programm fort, mit dem man im 2017 begonnen hat: Auf dem Marktplatz vor dem Stadtdach steht ein Zelt, welches Vereine, Gewerbler oder andere Organisationen nutzen können, um sich und ihre Aktivitäten einem breiten Publikum zu präsentieren.

Nebst den farbigen Stühlen, dem offenen Bücherschrank, dem Sandkasten im nördlichen Teil und den neuen Spielen unter dem Stadtdach ist «Bühne frei für den Märetplatz» ein weiterer Punkt auf der Liste der Massnahmen, um die Belebung der Innenstadt voranzutreiben.

Harziger Start wegen medienwirksamem Fehltritt

Der Start fiel eher harzig aus: Die Vorkommnisse rund um die Party im Parktheater mit anschliessendem Besuch des Joker Clubs in der Passage, an der eine mit Covid-19 infizierte Person trotz Quarantänevorschrift teilnahm, was schweizweit für Schlagzeilen sorgte, führten dazu, dass nach der ersten Kinonacht mit dem Klassiker «Grease» am 4. Juli vorerst keine Bewilligungen für Veranstaltungen mehr erteilt wurden.

Christian Ambühl, seines Zeichens Kommandant der Stadtpolizei Grenchen und Stabschef des Corona-Sonderstabs wollte das nicht verantworten. Zudem hat der Kanton die Anzahl Personen, die sich auch unter Einhaltung der Abstandsvorschriften an einem Anlass befinden dürfen, von 300 auf 100 beschränkt und es galt nun für die Verantwortlichen, sich innerhalb der unterschiedlichen Verordnungen von Bund und Kanton zurechtzufinden.

Bewilligungen wurden wieder erteilt– mit Auflagen

Inzwischen wurden wieder Anlässe bewilligt. Die Veranstalter müssen ein Schutzkonzept vorlegen, wie das inzwischen überall üblich ist, erklärt Hugo Kohler, Kommandant-Stellvertreter der Stadtpolizei Grenchen auf Anfrage.

«Bis jetzt haben wir Anlässe bewilligt, bei denen kaum mehr als 100 Personen zu erwarten sind und bei denen die 1,5 Meter Abstand eingehalten werden können. Sollten sich mehr als 100 Personen einfinden, müsste man das Publikum in Sektoren unterteilen, erklärte Kohler. Polizei und Vertreter des Amtes für Wirtschaft und Arbeit AWA des Kantons würden die Einhaltung der Verhaltensregeln und der Schutzkonzepte kontrollieren, sagt Kohler. Potenzielle Veranstalter können sich auf der Webseite jurasonnenseite.ch/ideenplatz anmelden, die Anmeldegebühr entfällt.

Letztes Wochenende nun wurden die erste bewilligte Veranstaltung nach der Zwangspause durchgeführt. Ein offener Gottesdienst der BewegungPlus Grenchen unter dem Motto «Refill am Stadtbach». Rund 60 Personen nahmen daran teil. Auch die Neuverfilmung von «Jumanji» kam beim Publikum gut an. Der für Freitag angekündigte Grillplausch mit den Grillspezialisten, die an der Barbeque-Weltmeisterschaft antreten wollen, muss leider ausfallen, wie Mike Brotschi, Projektleiter bei der Stadt Grenchen, bei dem alle Fäden zusammenlaufen, erklärt. «Diesem Veranstalter waren die Vorschriften offenbar zu streng und nicht umsetzbar».

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