Sportferien
Zum Ärger einiger Eltern wurden die Sportferien 2014 verschoben

Bei der Festlegung der Ferien werden unter anderem die Termine für Aufnahmeprüfungen berücksichtigt. Dies hat zur Folge, dass die Sportferien im kommenden Jahr um eine Woche verschoben werden. Dies ärgert einige Eltern in Grenchen.

Patrick Furrer
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Die Sportferien wurden für das kommende Jahr um eine Woche verschoben. (Symbolbild)

Die Sportferien wurden für das kommende Jahr um eine Woche verschoben. (Symbolbild)

Keystone

Um es vorwegzunehmen: Grenchen ist nicht die einzige Gemeinde im Kanton, der die Verschiebung des Sportferien im kommenden Schuljahr sauer aufstösst. Nach einem komplizierten System legt die Bildungsdirektion auf Antrag des kantonalen Amts für Berufsbildung, Mittel- und Hochschulen jeweils die Ferien fest, wobei als Grundlage (nebst Gesetzen und Gesamtarbeitsvertrag) die Termine der Sek II-Stufe herangezogen werden. Eigentlich wussten die Schulen selber schon seit über zwei Jahren, dass die Sportferien 2014 später stattfinden - jetzt erst aber sorgt das für Unmut.
Dabei ist es in Grenchen nicht das erste Mal, dass die ersten Ferien im Jahr zu reden geben: Das Hin und Her um die Aufteilung von Sport- und Frühlingsferien führte zuletzt zu emotionalen Diskussionen (wir berichteten). Dieses Mal geht es aber darum, dass Familien Probleme bei der Ferienplanung haben, weil sie nicht wussten, dass die Sportferien 2014 erst in den Wochen 7 und 8 statt wie in den letzten Jahren in den Wochen 6 und 7 stattfinden.

«Ärger der Eltern verständlich»

«Wir hatten einige Reklamationen», sagt Roger Kurt, Geschäftsleitungsvorsitzender der Schulen Grenchen. «Besonders Eltern, die seit Jahren dasselbe Ferienhaus immer in denselben Wochen gebucht haben, sind jetzt verärgert.» Die Schule selber hat bereits in den letzten Schulnachrichten die Ferienplanung mitgeteilt. Schulverwalterin Maya Karlen hatte trotzdem ebenfalls Anfragen von überraschten Eltern. Roger Kurt wollte sich daher beim Kanton erklären lassen, wie die Ferienregelung zustande kam. Eine befriedigende Antwort habe er allerdings nicht erhalten. Das sei es, was ihn wirklich stört. «Denn die Grenchner Eltern haben ein Anrecht auf eine Antwort.»

Sie die Eltern selber schuld?

«Das Problem ist bekannt. Wir hatten Anfragen von Schulverwaltungen und Eltern, die unglücklich über die besondere Ferienanordnung im nächsten Jahr sind», bestätigt Liliane Buchmeier, Abteilungsleiterin beim Amt für Berufsbildung. Da man bei der Festlegung der Ferien jeweils auf die verschiedensten Schulen (Berufsschulen, Mittelschulen, Volksschulen) sowie die Regionen und Nachbarkantone Rücksicht nehmen muss, sei es fast unmöglich, es immer allen rechtzumachen. «Aber wir versuchen es. Ziel ist, die Sportferien jeweils in der 6. oder 7. Jahreswoche festzulegen. Allerdings war das für das kommende Schuljahr aufgrund ungünstiger Kalenderkonstellationen nicht möglich. Termine auf Sek II-Stufe, unter anderem für die Aufnahmeprüfungen, führten zur aktuellen Einteilung.»

Buchmeier nimmt den Kanton als «Ferienverderber» aus der Schusslinie: «Wie üblich wird und wurde der Ferienplanentwurf vor Beschluss den grossen Gemeinden Solothurn, Olten, Grenchen, Zuchwil, Balsthal, Breitenbach zur Stellungnahme unterbreitet. Es erfolgten keinerlei Einwände.» Verfügt wurde der Ferienplan dann am 22. November 2011. Wer seine Ferien hätte anders buchen müssen oder wollen, hätte daher genügend Zeit gehabt. Es sei also keineswegs die Schuld der Schulen oder des Kantons, wenn Familien ihre Ferien nicht angepasst haben. Dennoch sei es eine Überlegung wert, künftig vielleicht einige Termine auf Sek II-Stufe zu verschieben, um mehr Rücksicht auf andere Schulen nehmen zu können.