Grenchen

Zuhören, einkaufen und Freunde treffen am Weihnachtsmarkt Grenchen

Holzspielzeuge haben Charme, Pinocchio ist ein gutes Beispiel dafür.

Holzspielzeuge haben Charme, Pinocchio ist ein gutes Beispiel dafür.

Die Angebote im Zelt hatten diesmal die Nase vorn. Aber auch die Feuerstelle erfreute sich grosser Beliebtheit. Das OK war zufreiden. Präsident Markus Arnold: «Nicht der Kommerz, sondern die Begegnung steht im Vordergrund.»

Für jede und jeden etwas. Der Grenchner Weihnachtsmarkt hat das Ziel des Organisationskomitees erreicht. Die einen diskutierten am Wochenende an der offenen Feuerstelle über Gott und die Welt. Andere kauften an den 42 Ständen die Dinge ein, mit denen sie Familie und Freunde an Weihnachten überraschen werden. Die Kinder zogen Kerzen und bastelten zuhinterst im Bistrozelt um die Wette.

Auf die Warteliste

«Allein am Samstag hatten wir 100 Kinder hier. Da wir höchstens sieben oder acht aufs Mal anleiten können, mussten wir Familien auf später vertrösten», sagt Mark Mettler. Zusammen mit seiner Frau Edith hat er die Bastelecke geleitet. Beide sind mit dem Erfolg rundum zufrieden.

«Schon am Freitagabend haben uns Eltern gefragt, ob sie einen Unkostenbeitrag ans Material spenden können. Deshalb haben wir ein Kässeli aufgestellt. Diese Spenden kommen nun der Aktion ‹Jeder Rappen zählt› zugute.» Auch beim Kerzenziehen, am Rodania-Stand und bei der Dropa-Drogerie fällt die Bilanz des Weihnachtsmarktes positiv aus.

Ausserhalb der Zelte machte das trübe Wetter den Ausstellern zu schaffen. Beim Karussell und beim Alphüsli «hätte ruhig mehr Betrieb sein dürfen», erklären die Betreiber. «Man nimmt es halt, wie es kommt», sagt Anneliese Oertle, während sich das Rösslispiel neben ihr mit einer einzigen kleinen Passagierin dreht.

«Wir kommen wieder»

Ruth und Wisel (Alois) Portmann waren mit ihren Lammfellprodukten heuer zum ersten Mal dabei. «Die Position in der Mitte des Marktplatzes ist erstklassig. Was die Verkäufe angeht, so war der Erfolg eher schwach. Trotzdem kommen wir nächstes Jahr wieder, wenn wir einen guten Platz bekommen», stellt Ruth Portmann in Aussicht. «Es braucht halt ein bisschen Zeit, bis die Leute ein neues Angebot wahrnehmen.» Am Grenchner Weihnachtsmarkt gefällt ihr besonders die Stimmung, die sich von grösseren Märkten abhebe: «Hier ist es wie ein grosses Familienfest.»

Organisatoren sind zufrieden

Das zeigte sich besonders bei den Angeboten des Rahmenprogramms. Für die musikalischen Darbietungen und das Kindermusical «Es Zeiche vom Himmel» fand sich jeweils eine stattliche Gästeschar ein. OK-Präsident Markus Arnold äussert sich zufrieden zum Verlauf des 17. Grenchner Weihnachtsmarkts. «Hier haben wir nicht die Menschenmassen wie Märkte an anderen Orten. Bei uns steht nicht der Kommerz im Vordergrund, sondern die Begegnung.»

Dankbar ist Arnold insbesondere den Gewerblern, die den Markt seit dessen Beginn treu unterstützen, sei es mit attraktiven Ständen oder der Ausstattung der 450 Weihnachtskugeln, die von den Besuchern auch diesmal wieder gern gekauft worden seien. Trotz Graupelschauer und Eisregen am Samstag ging der Markt nach Arnolds Aussage unfallfrei über die Bühne. «Wenige Minuten nach der Eröffnung am Samstagvormittag war der Platz vollständig geräumt und gesalzen. Da habe ich selbst auch Hand angelegt.»

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