Grenchner Wochenmarkt
Zu Weihnachten gibt es Nüssler, Crevetten, Gänsebraten

Eine kleine Umfrage ergibt ein eindeutiges Bild: Die Klassiker auf den Festtagstellern sind beliebt wie eh und je – und: An Weihnachten darf es gerne etwas teurer sein.

Lucien Fluri
Merken
Drucken
Teilen
Das ist Markt: Auswahl und Beratung. Fotos: Hanspeter BÄrtschi

Das ist Markt: Auswahl und Beratung. Fotos: Hanspeter BÄrtschi

Solothurner Zeitung

Glühwein und Tannenbäume gibt es nicht: Nur zufällig fiel der Grenchner Wochenmarkt dieses Jahr auf den Morgen des 24. Dezembers. Hektische Grosseinkäufe werden keine mehr gemacht; vorwiegend Spezialitäten und Frischprodukte finden den Weg in die Einkaufstaschen, die sich ihren Platz an der Hand zumeist mit einem Regenschirm teilen müssen.

Bereits um zehn Uhr gibt es am Stand der Forellenzucht Kräiligen keine Riesencrevetten mehr. Sie sind ausverkauft. Auch die anderen Angebote laufen gut: Insbesondere ganze Forellen sind für den Hauptgang begehrt, während für das Apéro Rauchlachs eingekauft wird. «Die Leute leisten sich heute mehr», tönt es aus dem Verkaufswagen – ebenso wie ein Stand weiter bei Röthlisberger und Lauper. Am Fleischstand wird mehr Umsatz gemacht als am üblichen Wochenmarkt, vor allem exklusivere Produkte werden gekauft. Auch hier sind besonders die ganzen Tiere gefragt: Truthähne und Gänse sind es, die im Ofen zum Weihnachtsbraten werden.

Bei der Pferdemetzgerei geht der Trend dagegen klar in Richtung Fondue Chinoise: «Die Kunden schätzen, dass unsere Ware nicht tiefgefroren ist», sagt Standbetreiberin Therese Hubler. Für das Chinoise empfiehlt sie Pferdeentrecote, für das Bourgui-gnonne dagegen Pferdehuft.

Mit mehr Hektik gerechnet

Kein Trend zu Fondue ist hingegen bei den Käseständen auszumachen: «Zu Weihnachten verkaufen wir mehr Raclette», heisst es bei der Fromagerie de Corgémont. Auch bei «Mille et Fromage» wird wenig Fondue verkauft: «Das ist eher für Neujahr», erklärt Verkäufer Eric André. Eine Käsesorte, die speziell gekauft wird, kann André nicht ausmachen. «Die Leute kaufen die gleichen Sorten wie immer, heute kaufen sie einfach mehr.»

Einen klaren Favoriten gibt es dagegen an den Gemüseständen: Viel Salat, insbesondere Nüssler, geht am Bio-Stand und bei der Familie Stauffer aus Staad über den Verkaufstisch. Gut laufen bei Letzterem auch die selbst gekochten Randen. Am rege besuchten Olivetas-Stand mit den südländischen Spezialitäten sind es die Pasten, die sich gut verkaufen, wie Betreiberin Regula Wyss erklärt. Zufrieden sind auch die Verkäuferinnen bei der Bäckerei Dubach, allerdings hätten sie am Weihnachtstag doch etwas mehr Hektik erwartet.